"AI Made in Germany": Cancom tritt dem KI-Bundesverband bei

Der 2017 gegründete Bundesverband der Unternehmen der Künstlichen Intelligenz in Deutschland hat sich für Großunternehmen geöffnet. Cancom ist das zweite Systemhaus, das nach der Satzungsänderung dem KI-Bundesverband beitritt. Für Cancom-Manager Oliver Parpart steht fest: "Deutschland verfügt über enormes Potenzial im Bereich Künstliche Intelligenz".

Verbandfunktionärin Vanessa Just begrüßt Cancom und dessen Manager Oliver Parpart im KI-Bundesverband (Foto: Cancom)

KI ist in der deutschen Industrie angekommen: 65 Prozent der deutschen Unternehmen (in Europa: 56 Prozent) setzen KI mittlerweile in laufenden Industrieprozessen ein. 20 Prozent (Europa: 16 Prozent) berichten sogar von groß angelegter, ausgereifter Nutzung. In den Bereichen Fertigung, Transport und Versorgungswirtschaft unterstützt KI zum Beispiel Bildverarbeitung, Robotik, Mobilität und sicherheitskritische Abläufe. Trotz Wirtschaftsflaute wollen acht von zehn Unternehmen hierzulande ihre KI-Ausgaben erhöhen, neun von zehn gehen davon aus, innerhalb der nächsten zwei Jahre signifikante Ergebnisse aus KI-Investitionen zu erzielen. Das sind Ergebnisse, die kürzlich Cisco im Europavergleich vorgestellt hatte.

Deutsche Unternehmen setzen demnach auf KI, das Potenzial ist "enorm", so Oliver Parpart, Director Business Development & Mainframe, Cloud & Datacenter beim Systemhaus Cancom. "Wir wollen die Entwicklung von KI in Deutschland nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten und damit dazu beitragen, dass Innovation, wirtschaftliche Stärke und digitale Souveränität Hand in Hand gehen", sagt er. Nur so ließe sich "das volle Potenzial von KI am Standort Deutschland ausschöpfen".

Cancom veranstaltet regelmäßig größere Kunden-Events, um IT-Entscheider seiner Kundschaft Lösungen aus der Praxis vorzustellen und darzulegen, wie die Münchner das Thema KI strategisch angehen. Technologisch und personell hat Cancom schon vor einigen Jahren die Voraussetzungen geschaffen, um vom KI-Boom zu profitieren. "Wir erleben keine gewöhnliche Innovationswelle. Wir erleben eine Phase radikaler Beschleunigung. KI-Modelle entwickeln sich nicht linear, sondern exponentiell. Was heute noch überzogen klingt, kann morgen bereits Standard sein", macht Cancoms Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Weinmann vor allem auf das enorme Tempo aufmerksam, mit dem sich bei KI Kunden und Dienstleister gleichermaßen konfrontiert sehen. Nun will Cancom auch stärker als KI-Spezialist und Vorreiter in die Öffentlichkeit gehen. Neben Kundenevents steht jetzt auch Verbandsarbeit an. Cancom tritt dem Bundesverband der Unternehmen der Künstlichen Intelligenz in Deutschland e.V. bei – kurz KI-Bundesverband.

Kein Nischenthema, sondern Standard

Der 2017 gegründete KI-Bundesverband hat Anfang dieses Jahres die Mitgliedschaft für Großunternehmen geöffnet. Voraussetzungen: Mindestens 10 KI-Experten in einer eigens dafür vorgesehenen Abteilung, langjährige Erfahrung mit KI und ein dezidiertes Lösungsportfolio samt Beratungskompetenz.

Mit Cancom gewinnen wir ein Unternehmen, das KI nicht als Schlagwort, sondern als strategisches Fundament begreift. Als erstes Großunternehmen in unserem Netzwerk setzt Cancom ein starkes Signal: Souveräne, verantwortungsvolle KI 'Made in Germany' ist kein Nischenthema – sie ist der Standard, an dem sich die Branche messen lassen muss", erklärt Prof. Dr. Vanessa Just, Stellvertretende Geschäftsführerin beim KI-Bundesverband. Cancom ist das zweite große Systemhaus im KI-Bundesverband. Auch msg ist dabei.

Durch den Austausch mit Unternehmen, Technologieanbietern und Forschungseinrichtungen können praxisnahe Standards für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung entwickelt und regulatorische Anforderungen frühzeitig berücksichtigt werden, so Cancom.

Der Verband versteht sich als zentrale Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und bringt die Perspektiven der KI-Praxis aktiv in Regulierungs- und Standardisierungsprozesse ein. Über 500 Mitglieder meist aus Deutschland sind im KI-Bundesverband aktiv, darunter bekannte Namen wie Aleph Alpha, die Kölner Deepl oder das Freiburger Startup Black Forest Labs.

Anders als im ITK-Verband Bitkom sind US-amerikanische Technologieriesen im KI-Bundesverband nicht zu finden, einige Ausnahme ist Red Hat. Das Tochterunternehmen von IBM wird im KI-Bundesverband als strategischer Technologiepartner geführt.

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