Gemeinsame KI-Vision verbindet ADN und Startup Plotdesk

Mit seinem so genannten "KI-Betriebssystem" will Plotdesk eine Lücke schließen und Unternehmen helfen, die KI-Testphase in den produktiven Einsatz zu bringen – schnell, sicher und mit messbarem ROI. Ganz nach dem Geschmack von Value Added Distributor ADN.

Plotdesk-Gründer Niklas Coors (Mitte) weiß, warum so viele Unternehmen über die KI-Pilotphase nicht hinauskommen. Das will er ändern, gemeinsam mit seinem ersten Distributor, ADN (Foto: Plotdesk/Linkedin)

Vor fünf Jahren wurde Plotdesk aus Monheim (NRW) gegründet und kann bereits so namhafte Unternehmen wie Ritter Sport oder Melitta zu Kunden zählen und über 1.200 KI-Einführungen vorweisen. Technologisch mag das "KI-Betriebssystem" des Startups bestechend sein, verspricht es doch Unternehmen, dass ihre KI-Testphase nicht im Experimentierstatus stecken bleiben muss, was bei vielen Projekten der Fall ist.

Ziel von Plotdesk: KI von der Testphase zügig in den Regelbetrieb zu überführen und Kunden einen messbaren Wert vorzurechnen. Binnen "weniger Tage" soll sich die Lösung des Startups produktiv einsetzen lassen, ohne dass dafür Programmierkenntnisse erforderlich wären.

In seinem "KI-Betriebssystem für den Mittelstand" vereint Plotdesk eigenen Aussagen zufolge derzeit mehr als 50 KI-Modelle, darunter GPT-4, Claude und Gemini. Anbindungen zu den gängigsten ERP-/CRM-Systemen, über 100 nennt Plotdesk, bestehen, so zu Sharepoint, SAP oder Salesforce. Routinearbeiten wie E-Mails, Recherchen, Berichte oder Angebotserstellungen ließen sich so erheblich schneller erledigen.

Skalierung über den Channel

Nun steht die Verbreitung der KI-Lösung im Markt an, eher eine Schwäche junger Technologiegründer, die skalieren und ihre Kundenbasis ausbauen müssen. Der Weg hin zu Lösungspartnern, die den Mittelstand beraten, teils auch die KI-Modelle betreiben oder im Idealfall orchestrieren, führt Plotdesk zur Distribution. Genauer zu ADN aus Bochum, der erste Distributor von Plotdesk. Eine Handvoll Integrationspartner haben die Rheinländer bereits.

Niklas Coors, Gründer und Geschäftsführer von Plotdesk, setzt große Hoffnungen auf die erfahrenen Value Added-Experten von ADN. Man teilt die gemeinsame Vision, dass "KI schnell, sicher und für jeden Mitarbeiter nutzbar sein" müsse – gerade auch, wenn man kein KI-Experte ist, so der 35-Jährige. "ADN ermöglicht es uns, den deutschen Mittelstand noch effektiver zu erreichen und gemeinsam mit den Partnern messbare Ergebnisse zu schaffen", sagt Coors.

Wenn ADN-Chef Hermann Ramacher neue Herstellerverträge zeichnet, hat er sich zuvor nicht nur von der technologischen Reife einer Lösung überzeugt, sondern auch das Potenzial im Markt vermessen. Es scheint in diesem Fall sehr groß zu sein. Denn fast jedes Unternehmen hat erste Erfahrungen mit KI gesammelt, "aber kaum jemand hat es geschafft, damit echten Mehrwert zu erzeugen", so Ramacher. "Plotdesk schließt genau diese Lücke".

"Made in Germany"

Dass der junge KI-Spezialist aus Deutschland kommt, hat auch noch den Vorteil, dass Plotdesk "Made in Germany" ist, also "höchste Anforderungen an Compliance erfüllt", so der ADN-Gründer.

Die Plattform werde ausschließlich auf deutschen Servern betrieben, erfülle sämtliche DSGVO-Anforderungen. Mittelständische Unternehmen, die aufgrund von Compliance-Vorgaben bislang zögern, können KI mit Plotdesk "sicher und skalierbar einführen", so das Startup.

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