1 Mrd. Umsatz: TrendAI macht sich und den AWS Marketplace stark
Anders als Distributoren ist der Marketplace von Amazon Webservices für den Channel nicht nur Vertriebskatalysator, sondern auch Wettbewerber. TrendAI hat sich früh mit dieser Doppelrolle nicht nur arrangiert, sondern an der Channelorientierung der Plattform mitgewirkt – und feiert nun einen Meilenstein im Vertrieb.
Als TrendAI (Trend Mirco) vor mehr als 12 Jahren entschieden hatte, in einer Partnerschaft mit AWS seine Softwareprodukte in den deren Marketplace einzubringen und damit einen neuen Verkaufskanal zu öffnen, war dies zum damaligen Zeitpunkt ein ungewöhnlicher Schritt. Vor allem Distributoren und Partner betrachteten die starke und bekannte Marke "Amazon" als gefährlichen Wettbewerber.
Heute ist es so: Distributoren helfen als "Designated Seller of Record" (DSOR) Softwareherstellern, das nicht einfache Listing im AWS Marketplace zu schaffen und die Geschäfte am Laufen zu halten. Systemhäuser und IT-Dienstleister können ihre eigenen oder Drittherstellerlösungen im Rahmen des CPPO-Programms (Channel Partner Private Offers) anbieten. Softwarehersteller nutzen direkt den AWS Marketplace und melden Umsatzmeilensteine, so wie TrendAI.
Man sei der "erste KI-Sicherheitsanbieter mit Sitz in der Region Asien-Pazifik und Japan (APJ)", der die Marke von 1 Mrd. US-Dollar kumulierten globalen Umsatz erreicht habe. 12 Jahre hat das gedauert, wobei man erwähnen muss, dass TrendAI die Partnerschaft zu AWS mit seinem mächtigen Enterprise-Marktplatz nie als nur reine Vertriebsaktivität gesehen hat.
"Kundenbeziehung und Services bleiben beim Partner"
TrendAI war 2014 einer der ersten Sicherheitsanbieter, die eine verbrauchsbasierte Abrechnung eingeführt hatten. Dieses Know-how sei in die Einführungen von AWS Standard Contract, SaaS Free Trials, Pay-As-You-Go und Buy With AWS eingeflossen, so TrendAI. Heute bestünden Integrationen zu mehr als 80 AWS-Services, hinzu kämen12 AWS Competencies und fünf Field-Engagement-Designations.
Auch habe man bei der Ausgestaltung des schon erwähnten CPPO-Programms, das 2018 eingeführt wurde, mitgewirkt. "Partner verkaufen damit über den Marketplace, statt mit ihm zu konkurrieren – Kundenbeziehung und Services bleiben beim Partner", heißt es von TrendAI.
Für Kunden bedeutet das vor allem einen einfacheren Einkauf von Enterprise-Sicherheit, erläutert der Security-Hersteller einen wichtigen Punkt: "Die Lösungen von TrendAI lassen sich über bereits zugesagte Ausgaben bei Amazon Web Services (AWS) beziehen, erscheinen konsolidiert auf einer einzigen AWS-Rechnung und werden über jene Channel-Partner abgewickelt, denen sie bereits vertrauen".
Die langwährende Partnerschaft zwischen TrendAI und AWS kann für beide Seiten als Erfolgsgeschichte geschrieben werden. Das verdeutlichen nicht zuletzt die vielen Auszeichnungen. Neun Mal war TrendAI AWS Partner of the Year, darunter als Global AWS Marketplace Partner of the Year 2022, als AWS Technology Partner of the Year 2026 für Asien-Pazifik und Japan, als AWS Technology Partner of the Year EMEA 2025 und drei Mal in Folge als AWS Technology Partner of the Year für Deutschland für die Jahre 2024-2026. Zudem haben Mitarbeitende von TrendAI über 500 AWS-Zertifizierungen abgeschlossen.
KI-Sicherheit: TrendAI und AWS auf einer Linie
Und die Reise mit AWS Marketplace geht für TrendAI weiter, wie AWS-Direktorin Allison Johnson des Americas Technology Partners Team skizziert. "TrendAI war einer der ersten Technologiepartner, mit denen wir den AWS Marketplace von Beginn an aufgebaut haben. Als herausragender Design-Partner hat TrendAI Marketplace-Funktionen wie Private Offers, Consulting Partner Private Offers (CPPO) und verbrauchsbasierte Abrechnung mitgestaltet. Diese Werkzeuge helfen Kunden dabei, Sicherheitslösungen schneller zu beziehen und bereitzustellen", so Johnson.
Heute unterstütze TrendAI Integrationen für mehr als 80 AWS-Services "und verschafft Kunden damit eine einheitliche Sichtbarkeit über ihre Cloud-Umgebungen hinweg". Unternehmen, die KI-Workloads auf AWS betreiben, könnten diese nativ absichern und müssten Punktlösungen nicht "zusammenstückeln", sagt AWS-Direktorin Johnson. "Genau auf diesem Modell bauen wir auf und expandieren gemeinsam in die KI-Sicherheit."
"Kunden führen KI schneller ein, als sie sie absichern können"
Die Umfirmierung von Trend Micro zu TrendAI, für manche Marktbeobachter eine opportunistische und vorschnell dem KI-Hype geschuldete Maßnahme, rechtfertigt der Hersteller, weil er vor mehr als einem Jahr bereits klar gesehen hat, dass KI die IT-Sicherheitsgefährdung auf ein nie gekanntes Risikoniveau heben könnte, wenn man nicht schnell mit KI dagegenhält. Die Sorge um außer Kontrolle geratene Agents, die Systeme anderer Unternehmen kompromittieren, ist real geworden.
"Im vergangenen Jahr haben wir uns als TrendAI neu aufgestellt: Als AI-first-Sicherheitsunternehmen, weil wir überzeugt sind, dass es im kommenden Jahrzehnt in der Cybersecurity vor allem um KI geht", sagt Rachel Jin, Chief Platform and Business Officer bei TrendAI und erläutert: Kunden würden KI schneller einführen, als sie sie absichern könnten. "Unsere lange Geschichte von Innovationen bildet das Fundament, auf dem wir aufbauen, um das zu ändern. So helfen wir Unternehmen dabei, KI sicher einzusetzen", so Jin.
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