Photonischer Prozessor beschleunigt KI und Hochleistungsrechner

Das Stuttgarter Deep-Tech-Unternehmen Q.ant GmbH bringt die zweite Generation seiner photonischen Prozessorlösung als skalierbare Alternative zu transistorbasierten Systemen auf den Markt. Der Prozessor liefert analoge Co-Verarbeitungsleistung, die für komplexe Berechnungen optimiert ist und energieeffiziente Berechnungen für KI- und HPC-Anwendungen ermöglicht.

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Die "NPU 2" der Q.ant GmbH kann als schlüsselfertiger 19-Zoll-Server in bestehende HPC- und Rechenzentrumsumgebungen integriert werden. (Fotos: Q.ANT GmbH).

Q.ant hat seinen photonischen Prozessor, die Native Processing Unit NPU, weiterentwickelt. Die zweite Generation ist ab sofort verfügbar. Sie bietet erweiterte nichtlineare Verarbeitungsfunktionen, um noch höhere Energieeffizienz und Performance für KI- und Hochleistungsanwendungen zu erreichen. Durch die native Ausführung nichtlinearer mathematischer Operationen mit Licht ermöglicht die "NPU 2" neue KI- und wissenschaftliche Anwendungen, darunter physikalische KI, fortschrittliche Robotik, Computer Vision der nächsten Generation, industrielle Intelligenz, physikbasierte Simulation sowie Datenanalyse und automatische Mustererkennung. Das Stuttgarter Unternehmen bietet seine NPUs direkt in einer 19-Zoll-Serverlösung inklusive x86-Hostprozessor und Linux-Betriebssystem an.

30-fach geringerer Energieverbrauch

Das Wachstum der KI stößt bereits an die physikalischen Grenzen des Siliziums. Jede neue GPU-Generation verbraucht mehr Strom, mehr Wasser und erzeugt mehr Wärme als die Vorgängergeneration. Kühlsysteme machen bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Rechenzentren aus. Q.ant hebt hervor, dass die photonische Datenverarbeitung diese scheinbare Gesetzmäßigkeit grundlegend verändert: Licht bewegt sich schneller, erzeugt nahezu keine Wärme und kann komplexe Funktionen in einem einzigen optischen Schritt ausführen, für den auf einem CMOS-Chip Tausende Transistoren erforderlich wären. Durch den Ersatz der Transistorlogik durch native analoge Berechnungen mit Licht erreicht die Rechner-Architektur von Q.ant einen bis zu 30-mal geringeren Energieverbrauch und eine 50-mal höhere Performance für komplexe KI- und HPC-Workloads.

Neuartige Prozessor-Klasse

"Seit Jahren prescht die Entwicklung der KI voran, während wir mit ihrer Energieversorgung kaum hinterherkommen. Energie ist die neue Herausforderung bei der Leistungssteigerung. Mit unseren NPUs haben wir diese Muster durchbrochen. Unsere NPU 2 beweist, dass Leistung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Das ist keine einfache Weiterentwicklung, sondern ein echter Paradigmenwechsel," unterstreicht Q.ant-Geschäftsführer Dr. Michael Förtsch.

"Photonisches Computing skaliert deutlich schneller als CMOS", führt Förtsch weiter aus. "Was in der digitalen Datenverarbeitung zehn Jahre gedauert hat, haben wir mit Photonik in nur einem Jahr erreicht. Die zweite Generation unserer Native Processing Unit zeigt, wie schnell dieser Wandel voranschreitet und warum effizientes, lichtbasiertes Rechnen die nächste Welle von KI und HPC vorantreiben wird."

Ab sofort bestellbar

Die Q.ant Server mit der neusten Prozessorgeneration NPU 2 sind ab sofort bestellbar und können im ersten Halbjahr 2026 bezogen werden. Die schlüsselfertigen Server sind in jedem Rechenzentrum einsetzbar und lassen sich in bestehende HPC-Infrastrukturen integrieren.

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