Mobilezone zieht sich aus Deutschland zurück

Der Schweizer Provider Mobilezone meldet den Vollzug des Verkaufs des deutschen Geschäfts an Freenet. Mobilezone will sich jetzt ausschließlich auf den Schweizer Heimmarkt fokussieren. Freenet erhofft sich durch die Übernahme mehr Wachstumspotenzial ab dem Geschäftsjahr 2026.

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Freenet verbessert durch die Übernahme des Mobilezone-Geschäfts die Expansionsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt. (Foto: Freenet AG)

Die Schweizer Mobilezone Holding AG hat den am 8. Oktober 2025 angekündigten Verkaufs des deutschen Geschäfts abgeschlossen, nachdem zuvor das das deutsche Bundeskartellamt dem Verkauf an die Freenet AG zugestimmt hat.

Mobilezone bewertet den zehnjährigen "Ausflug" ins deutsche Geschäft insgesamt positiv: Über die 10-jährige Investitionsperiode im deutschen Markt konnte der Provider eine Rendite von 162 Prozent erzielen. Dank einem guten Geschäftsverlauf in der Schweiz erwartet Mobilezone ihre für das Jahr 2025 gesteckten EBIT-Ziele im Schweizer Heimmarkt zu erreichen. Markus Bernhard, Exekutiver Delegierter des Verwaltungsrats der Mobilezone Holding AG resümiert: "Wir sind glücklich mit dem Vollzug der Transaktion unsere deutschen Kolleginnen und Kollegen definitiv in guten neuen Händen zu wissen und blicken nun fokussiert auf unseren Heimmarkt Schweiz."

Haubrich scheidet aus

Nach dem Verkauf des deutschen Geschäfts wird sich Michael Haubrich an der ordentlichen Generalversammlung am 8. April 2026 nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat stellen. Michael Haubrich, Enkel von Electronic Partner-Unternehmensgründer Karl Friedrich Haubrich, war seit 2020 Mitglied des Mobilezone-Verwaltungsrats.

Freenet auf Expansionskurs

Für die Büdelsdorfer Freenet AG bringt die Übernahme zum Kaufpreis von 230 Millionen Euro möglicherweise einen Schub deutlich über die reine reine Portfolio-Erweiterung hinaus. Freenet übernimmt sämtliche deutschen Geschäftsaktivitäten inklusive Marken wie Sparhandy, Deinhandy, Handystar und High sowie die Firmenstandorte in Köln, Bochum und Münster (alle NRW) – einschließlich der rund 300 Mitarbeitenden. Nicht zu vernachlässigen: Mobilezone Deutschland erzielte bisher jährlich rund eine Million Vertragsabschlüsse. Daraus ergibt sich für Freenet ein zusätzliches Einkaufsvolumen. Der Provider kann also eigene Volumina und die Marktpräsenz ausbauen. Gegenüber Smartphone-Herstellern und Carriern kann der Provider noch selbstbewusster auftreten.

Für weiterhin gute Geschäfte dürfte auch die Verlängerung des exklusiven Vertriebsrechts mit MediaMarktSaturn Deutschland für weitere fünf Jahre sorgen. Freenet sichert damit langfristig einen bedeutenden Vertriebskanal ab.

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