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QoS-Werte über die Zeit hinweg analysieren

Voice- und Video-Performance im Griff mit Wildpackets

25. März 2009, 16:04 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

Voice- und Video-Performance im Griff mit Wildpackets

Die »Peer Map« in »OmniPeek 6.0« von Wildpackets ist eine grafische Übersicht über die Kommunikation zwischen Knoten. Dabei zeigt die Karte Volumen und Verkehrstyp für jeden Knoten und -Paar an.

Bei der Version 6.0 von »OmniPeek« konzentriert sich Wildpackets darauf, die Leistung von VoIP und Video im Netzwerk besser in den Griff zu bekommen. Verschiedene Übersichten helfen dem Administrator, schneller Probleme zu lösen.

Theoretisch sind Voice und Video nur weitere Applikationen im Netzwerk, auf die der Administrator ein Auge haben muss. Allerdings reagiert diese deutlich empfindlicher auf eine schlechte Performance. Mit der Version 6.0 von »OmniPeek« will Wildpackets dem Administrator Tools in die Hand geben, Voice- und Video-Performance zu überwachen beziehungsweise zu verbessern. Das IP-Dashboard für Voice und Video zeigt dem IT-Verwalter aktuelle oder vergangene Verbindungen nach der Qualität sortiert an. Außerdem sieht er, wie viel Bandbreite VoIP beziehungsweise Videoim Verhältnis zum Rest des Netzwerks genutzt haben. Besonders spannend ist aber der Vergleich der Anzahl gleichzeitiger Anrufe beziehungsweise Video-Streams mit der Qualität der Übertragung. So bekommt der Administrator einen Überblick, wie gut das Netz bei zunehmenden VoIP- und Video-Daten skaliert.

Neben der Dash-Board-Ansicht gibt Omnipeek mit Hilfe von Grafiken eine Übersicht über den zeitlichen Verlauf von Werten, die die Qualität der Übertragung widerspiegeln. Dazu gehören etwa Paketverlust, MOS (Mean-Opinion-Score) oder der R-Faktor. Die beiden letzten Werte spiegeln direkt die Sprachqualität wieder.

In der »Call View« lassen sich nun Media-Streams bis hin zur Paketebene auswählen. Über die Jitter-Puffer-Simulation erkennt der Administrator, wie sich ein anderer Jitter-Buffer auf bereits geschehene Gespräche ausgewirkt hätte.

Neben VoIP und Video gibt es noch Verbesserungen bei MPLS und VLANs: Der Administrator sieht deren zeitlichen Verlauf und kann sich alarmieren lassen, falls Schwellwerte überschritten werden. Außerdem gibt es verbesserte Decodes und Analyse-Module für den kommenden WLAN-Standard 802.11n, MPEG4, sFlow oder H.264.

Daneben hat Wildpackets die Handhabung von SIP, RTSP, Ciscos Skinny-Protokoll (SCCP) oder MGCP (Media-Gateway-Control-Protocol) verbessert. Außerdem kann der Administrator nun H.323 und Avayas CCMS (Control-Channel-Message-Set) vollständig dekodieren.

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