Schwerpunkte

HEK wieder auf dem Februar-Stand

Speicherpreise trotzen den Feiertagen

17. Juni 2009, 09:11 Uhr   |  Markus Reuter

Allen Unkenrufen zum Trotz, übersteht der HEK für DDR-RAMs die Pfingstferien relativ unbeschadet. Kurzzeitige Einbrüche wurden direkt wieder nach oben revidiert. Aktuell befinden sich die HEKs auf dem Stand von Mitte Februar. Das Quartalsende stellt aber noch einmal eine spezielle Hürde dar.

Die HEKs für DDR-Speicher haben ihren Höchststand erreicht. Nachdem die Preise seit April zum Teil um bis zu 40 Prozent gestiegen sind, verzeichnen die meisten Modultypen nun eine Seitwärtsbewegung, zum Teil aber mit Ausschlägen nach oben wie unten. In der KW 22 und 23 verzeichneten fast alle Speicher einen Abschlag, DDR2-800-RAMs mit zwei GByte beispielsweise von bis zu sieben Prozent. Dieser Kurs konnte allerdings nicht gehalten werden und es ging bei allen DDR2-Klassen wieder leicht nach oben.

Insgesamt haben die HEKs für DDR2 den Stand von Mitte Februar (KW 7) erreicht. Das heißt, auch wenn die Preise momentan recht hoch anmuten, es war schon mal schlimmer. Für gefragte Speicher wie DDR2-800-Bausteine von beispielsweise Kingston müssen Wiederverkäufer in der KW 24 im Schnitt mit 18,50 Euro kalkulieren. Wenn es keine Markenware sein muss, werden 16 Euro und weniger aufgerufen. OEM-Module liegen noch rund fünf Prozent unter den Februar-Kursen.

Bei DDR3 verhält es sich bei den aktuellen Preiskurven ähnlich. DDR3-1066- und DDR3-1333- Bausteine schwanken in den letzten Wochen zwischen ein bis drei Prozent nach oben wie unten. Im Vergleich zur KW 7 Mitte Februar können Reseller heute allerdings um bis zu 32 Prozent günstiger einkaufen. Noch fehlt dem kommenden Speicherstandard der entscheidende Kick, aber mit einem zunehmenden Preisverfall steigt die Nachfrage. Zusätzlichen Bedarf wird Intels Nehalem- Plattform kreieren, der aber ebenfalls noch der Durchbruch bevorsteht.

Die Hoffnung der Branche ruht auch auf der Einführung von Windows 7. Das neue Betriebssystem soll zwar schonender mit den Ressourcen umgehen, als bisherige Microsoft-Programme, aber alle, die von Windows XP migrieren, werden auch eine schnellere Hardware benötigen.

Bei Flash-Speichern halten Mainstream-Größen ein eher stabiles Niveau. Im 6-Wochen-Rückblick unterscheiden sich die Kurse nur um wenige Cent. SD-Cards mit 16 und 32 GByte sowie USB-Sticks mit 32 bzw. 64 GByte tendieren dagegen – zwar moderat – aber kontinuierlich nach unten. Für einen 16-GByte-Stick (Markenware) müssen Fachhändler nicht ganz 24 Euro ausgeben, für 32 GByte knapp 54 Euro bzw. rund 110 Euro für 64 GByte.

Im Prinzip wären alle Speicheranbieter froh, wenn es in punkto Preise bis auf weiteres so bleiben würde. Allerdings gibt die Nachfrage aktuell auch keinen Grund zu Jubelarien. Die Pfingstferien hat der Speicher-HEK unbeschadet überstanden. Das Quartalsende stellt nun eine neuerliche Hürde dar. Die kommende Sommerzeit lässt sich auch nicht per se zu den nachfragestärksten Monaten zählen. Momentan sieht es für die Preise gut aus, aber sobald sich die Nachfrage nicht positiv entwickelt, sind Abschläge unvermeidlich.

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