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Defekte Flash-Chips im Steuergerät

Speicherfehler legen Teslas lahm

28. Oktober 2019, 17:42 Uhr   |  Lars Bube

Speicherfehler legen Teslas lahm
© Tesla

Im Internet sind mehrere Berichte von plötzlich nicht mehr nutzbaren Tesla-Fahrzeugen aufgetaucht. Als wahrscheinlichste Ursache für die Ausfälle gelten überlaufende und altersschwache Flash-Speicherchips.

In den letzten Wochen hatten einige Nutzer im Internet über außergewöhnliche Ausfälle ihrer Teslas berichtet. Ihre Fahrzeuge hatten plötzlich in einen Not-Modus geschaltet und ließen sich anschließend zwar noch fahren, aber nicht mehr nachladen – bei einem reinen Elektroauto ein äußerst unschöner Zustand. Nachdem zuerst vermutet worden war, der Fehler müsse etwas mit den Akkus oder der Ladeelektronik zu tun haben, hat jetzt ein IT-Experte eine andere plausible Erklärung dafür vorgelegt. »Rich Rebuilds«, der sich selbst »Tesla Hacker« nennt, macht für die Ausfälle in den Fahrzeugen verbaute Flash-Speichermodule verantwortlich und liefert dafür auf Youtube auch gleich eine plausible Erklärung.

Konkret geht es ihm zufolge um den Speicher in der sogenannten »Media Control Unit« (MCU), dem zentralen Rechengehirn, die sowohl die Elektronik des Autos steuert als auch die Rechenpower für die Displays und Benutzeroberfläche liefert, über die die Fahrer diverse Funktionen des Autos und des Entertainment-Systems steuern können. Rich Rebuilds will im darin verbauten eMMC-Chip gleich zwei potenzielle Ursachen für die Ausfälle verortet haben: Überfüllung und Überbeanspruchung. Beides würde nach seinem Dafürhalten dazu führen, dass das Fahrzeug ein Notprogramm aktiviert, mit dem sich zwar noch die verbleibende Akkukapazität leerfahren ließe, ein erneutes Aufladen jedoch verhindert wird, um den Nutzer in die Werkstatt zu zwingen.

In beiden Fällen sieht er das Problem zudem durch eine falsche Speichernutzung durch Tesla selbst verursacht und nicht etwa durch die Hersteller der Chips. Diese These begründet er im weiteren Verlauf auch eingehend.

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