Schwerpunkte

E-Shelter investiert in neue Datacenter

Rechenzentren werden zur Dienstleistung

11. Juli 2019, 13:47 Uhr   |  Ulrike Garlet


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

NTT-Gruppe im Rücken

In Unterschleißheim steht E-Shelters zweites Datacenter in München
© CRN

Mehr internationale Präsenz hat E-Shelter auch durch den Einstieg der NTT-Gruppe erhalten. Der japanische Konzern, der weltweit bereits mehrere Rechenzentrumsanbieter aufgekauft hat, um eine globale Abdeckung mit eigenen Datacentern zu erzielen, hält seit 2015 einen Anteil von 86,7 Prozent an E-Shelter. Insgesamt kommt NTT mittlerweile auf 140 Standorte mit den entsprechenden Tiefseekabeln und Überlandverbindungen rund um den Globus. Auch die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns, der mehr als 100 Milliarden Dollar im Jahr erwirtschaftet und 283.000 Mitarbeiter beschäftigt, kommen E-Shelter zugute, wenn es darum geht, schnell zu expandieren. »Rechenzentren sind sehr kostenintensiv«, sagt Ludwig. In den Bau eines einzelnen Datacenters fließen schnell einmal 50 bis 100 Millionen Euro.

Die klassischen Kunden von E-Shelter reichen von Cloud-Anbietern über große Unternehmen, Banken und Behörden bis zum Mittelstand. Um den Nutzern handfeste Vorteile im Vergleich zum Betrieb eines eigenen Rechenzentrums zu bieten, entsprechen die E-Shelter-Rechenzentren nicht nur den gängigen Richtlinien und Normen, sondern verfügen auch über eine Reihe von Zertifizierungen. »Sonst können viele Unternehmen unser Angebot gar nicht nutzen«, sagt Ludwig. Da sie aufgrund diverser Regularien ihre Rechenzentren kaum mehr selbst betreiben können, sind diese Zertifizierungen etwa für Banken oft der Grund, warum sie sich für die Auslagerung ihrer IT in ein Colocation-Rechenzentrum entscheiden.

Neben den vermieteten Rechenzentrumsflächen, die von einem Rack über ein sogenanntes »e-cage«,eine abschließbare Stahlgitter-Sicherheitseinheit mit einer Fläche ab 20 Quadratmetern, bis zu kompletten Räumen, den »e-suiten«, reichen, arbeitet E-Shelter daran, seine Datacenter durch zusätzliche Angebote aufzuwerten. So verfügen die Rechenzentren über eine modern ausgestattete Lounge, die Kunden und Partner für Veranstaltungen und Meetings nutzen können. »Wir wollen nicht nur funktional sein und Technik zur Verfügung stellen, sondern auch etwas Wohlfühlcharakter schaffen«, sagt Ludwig.

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3. Vertrieb über Partner

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