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CRN-Interview mit Stefan Roth, Fujitsu

»Nahezu alle Unternehmen setzen auf Hybrid IT«

08. Juni 2020, 12:54 Uhr   |  Daniel Dubsky | Kommentar(e)

»Nahezu alle Unternehmen setzen auf Hybrid IT«
© Fujitsu

Stefan Roth, Head of Storage Business & Category Management Datacenter Central Europe bei Fujitsu

Im Gespräch mit CRN erklärt Stefan Roth von Fujitsu, warum sich Partner im Storage-Bereich stärker auf Beratungs- und Integrationsdienste rund um hybride Infrastrukturen und den Umgang mit Daten über deren gesamten Lebenszyklus konzentrieren müssen.

CRN: Wie wirkt sich die Corona-Krise bisher auf Ihr Storage-Geschäft und das Ihrer Partner aus? Gibt es Lösungen die weniger oder stärker nachgefragt werden?

Stefan Roth: Da Unternehmen bei der Planung ihrer Storage-Landschaft in der Regel mittel- bis längerfristigen Strategien folgen und es daher gewisse Vorlaufzeiten bei der Beschaffung gibt, verzeichnen wir hier bislang keine größeren Veränderungen. 

CRN: Rechnen Sie mit langfristigen Auswirkungen?

Roth: Die entscheidende Frage, die weit über das Storage-Geschäft hinausgeht, ist, wie lange die Beschränkungen andauern und wie stark die daraus resultierenden Konsequenzen viele Unternehmen treffen werden. Dies ist jedoch von Branche zu Branche sehr unterschiedlich. Während manche hart getroffen sind und daher ihre Investitionen zurückfahren müssen, verzeichnen wir bei anderen verstärkte Investitionen in die IT, mit denen sie auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren. Eine genaue Vorhersage wäre zum jetzigen Zeitpunkt meines Erachtens allerdings schwierig bis unmöglich.

CRN: Bieten Sie derzeit besondere Unterstützungsleistungen und Hilfen, um Ihren Partnern durch die Corona-Krise zu helfen?

Roth: Es gibt bereits etablierte Zusatzleistungen, die derzeit vom Channel verstärkt nachgefragt werden – etwa maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle. Auch spezielle Angebote rund um das Thema Smart Workplace und Home Office helfen dem Channel, die aktuellen Kundenanforderungen gezielt zu adressieren. Unser Angebot an Schulen, die Fernunterrichtsplattform »Securon for Schools« für 120 Tage kostenlos nutzen zu können, um auf die aktuelle Ausnahmesituation besser reagieren zu können, wendet sich zwar nicht direkt an den Channel, hilft aber Partnern, die Schulen als Kunden haben.

Neben den Angeboten für unsere Partner haben wir zudem entschieden, Lieferungen an Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie anderer kritischer Infrastrukturen und Dienstleistungen nach Möglichkeit und Verfügbarkeit zu priorisieren, um auf diesem Wege die für uns alle so eminent wichtige Arbeit unter anderem der Krankenhäuser, Labore und Ärzte bestmöglich zu unterstützen.

CRN: Zahlreiche Unternehmen migrieren in die Cloud – ein Trend, den Corona noch verstärkt hat. Allerdings landen viele Workloads bei Hyperscalern, die ihre Systeme direkt bei ODMs beziehen. Ist das eine Bedrohung für den Channel? Wie sollte er am besten mit dieser Situation umgehen?

Roth: Nahezu alle Unternehmen setzen auf Hybrid IT – also den Mix zwischen unterschiedlichen Cloud-Angeboten und Systemen vor Ort im eigenen Serverraum oder Rechenzentrum. Die Integration sowie insbesondere die effiziente und homogene Verwaltung der hybriden Infrastrukturen ist ein eminent wichtiges Feld für unsere Partner. Die Nachfrage – insbesondere der mittelständischen Unternehmen – nach kompetenter Beratung in diesem Zusammenhang steigt kontinuierlich. Um ihr zu begegnen, stehen dem Channel nicht nur unsere »Eternus« -Speicherlösungen, integrierte Systeme und Software-defined Storage zur Verfügung, sie haben auch Zugriff auf entsprechende Qualifizierungen und Support.

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2. »Der Channel muss Beratungskompetenz aufbauen«

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