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CRN-Interview mit Markus Wolfer von Cryptshare

»Jeder Mitarbeiter muss einfach und sicher Daten austauschen können«

30. September 2019, 08:21 Uhr   |  Daniel Dubsky


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

»Die Tendenz geht dahin, die Systeme betreiben zu lassen«

CRN: Welche Integrationsmöglichkeiten bietet Cryptshare und welche Chancen ergeben sich dadurch für Systemhäuser und IT-Dienstleister?

Wolfer: Integrations- und Individualisierungsmöglichkeiten sind die absolute Stärke von Cryptshare. Dies beginnt bei der Anpassung des Designs an die Kundenwünsche und das Corporate Design und reicht hinein bis in tiefe Integrationen in andere Unternehmenslösungen. Hier einige Beispiele:
- Einbinden des Virenscanners des Kunden ins Cryptshare-System
- Anbindung an Log-Management und SIEM-Systeme
- Integration in jede Art von Software (über unsere .NET- und Java-API), etwa für den Belegversand aus Warenwirtschaft oder CRM und den Versand der Gehaltsabrechnungen aus dem HR-System
- Einfache Nutzung von Cryptshare als Secure-Transport-Service (über unsere Automations-Schnittstelle)
- Anbindung eines Archivsystems über unsere Archivschnittstelle

Dadurch ergeben sich für IT-Systemhäuser und Software-Häuser vielfältige Möglichkeiten, eigene Produkte und Lösungen rund um Cryptshare zu bauen und damit für den Kunden echten Business Value zu bietet. Beispielsweise hat einer unserer Partner eine Integration in »Microsoft NAV/Business Central« entwickelt und bietet diese nun seinen Kunden und auch den Kunden anderer Partner an. Wir denken hier zukünftig in Richtung eines Ökosystems, in dem unsere Partner von den Lösungen anderer Partner profitieren.

CRN: Gibt es Branchen oder Kundengruppen, die lieber auf Inhouse-Lösungen setzen, oder solche, die SaaS-Angebote bevorzugen? Und aus welchen Gründen gibt es diese Präferenzen?

Wolfer: Das ist sehr unterschiedlich, grundsätzlich tendieren kleinere Unternehmen, die wenig eigene IT haben, eher zu SaaS- oder meist zu Hosted-Service-Angeboten unserer deutschen Partner. Derzeit nutzt die Mehrzahl unserer Kunden das System on-premises. Generell geht die Tendenz aber eher dazu, die Systeme betreiben zu lassen. Ausnahme sind oft öffentliche Verwaltungen – hier arbeiten wir an separaten Angeboten, gemeinsam mit Anbietern aus dem kommunalen Umfeld.

CRN: Wie entwickelt sich der Markt für Enterprise File Sharing derzeit, welches Potenzial bietet er Ihrer Einschätzung nach?

Wolfer: Der Markt wächst stark, besonders durch den Push der großen Cloud-Anbieter. Ich glaube jedoch, dass die »One size fits all«-Ansätze nicht für alle Unternehmen passen. Wir sind überzeugt davon, dass eine reine Enterprise-File-Sharing-Lösung oft nur von einem kleinen Teil eines Unternehmens benötigt wird. Was jedoch jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen oder einer Organisation benötigt, ist eine Möglichkeit, sehr einfach, aber sicher und datenschutzkonform Daten mit externen Kommunikationspartnern ad-hoc und bidirektional auszutauschen.

CRN: Wie wird sich der Markt durch den zunehmenden Datenaustausch zwischen Maschinen, ohne dass ein Mensch involviert ist, verändern?

Wolfer: Der Markt wird dadurch weiter wachsen – jedoch nur für die Anbieter, die sich auf diese Situation eingestellt haben. Wir als Cryptshare sehen uns hier sehr gut aufgestellt. Wir können jedem Kunden die für die jeweilige Anforderung ideale Bereitstellungsart in Verbindung mit vielen Schnittstellen anbieten, zum Beispiel für den automatisierten Versand oder Empfang von Daten – eine riesige Chance für die Partner da draußen.

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