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Hosting-Markt

Im Zeichen der Cloud

30. Oktober 2015, 15:00 Uhr   |  Daniel Dubsky


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Skaleneffekte

Strato-CEO Christian Böing
© Strato

Allerdings herrscht auf dem Hosting-Markt fast schon traditionell ein harter Preiskampf, wodurch es vor allem kleine Anbieter schwer haben. In den vergangenen Jahren hat daher eine Konsolidierung stattgefunden, die einige Branchenriesen hervorgebracht hat. Deutsche Anbieter wie 1&1 und Strato sind längst international unterwegs. Host Europe hat sich nicht zuletzt durch die Übernahmen von Domainfactory und Intergenia, das unter anderem durch seine Marken »Server4you«, »Serverloft« und »Plusserver« bekannt ist, zu einem der größten Hoster in Europa aufgeschwungen – eigenen Angaben zufolge sogar zum größten in Privatbesitz.

Die großen Webhoster schaffen es, ihre Rechenzentren extrem effizient zu betreiben und Skaleneffekte zu erzielen, die es ihnen erlauben, ihre Produkte sehr günstig anzubieten. »Das ist in kleineren Dimensionen schlicht nicht möglich«, betont Claus Boyen von Host Europe. Letztlich hätten die Kunden vor allem die Kosten im Auge, hat Stratos Christian Böing festgestellt. Und da könne man als Hoster selbst gegen Hyperscaler wie Amazon punkten, die sich die volle Flexibilität der Cloud gut bezahlen lassen würden. Seiner Erfahrung nach werden Cloud-Angebote oft als Ergänzung zum etablierten Hosting genutzt, etwa um Lastspitzen abzufangen. »Für geschäftskritische Anwendungen oder Anwendungen mit einer konstant hohen Auslastung setzen Kunden aber weiterhin auf Infrastrukturen klassischer Hoster.«

Um zu verdeutlichen, wie günstig man im Vergleich zu den Hyperscalern ist, hat man bei Strato vor kurzem kalkuliert, was es kosten würde, alle eigenen Dienste bei Amazon Web Services zu hosten. Das Ergebnis: Die Kosten wären 20 Mal so hoch. Nun mag die Rechnung nicht ganz fair sein, weil man kaum mit den internen Kosten von Amazon gerechnet haben wird, doch es wird deutlich, dass die Hoster durchaus selbstbewusst gegen die internationale Konkurrenz antreten. Dabei bringen sie sich nicht nur mit günstigen Preisen und einer breiten Produktpalette in Stellung, sondern spielen auch die regionale Karte aus. Sowohl Host Europe als auch Strato heben gegenüber CRN ihre Kundennähe und ihren Kundenservice hervor – in deutscher Sprache, rund um die Uhr, mit Service-Level-Agreements und persönlichem Ansprechpartner. Zudem verarbeite man Daten nach deutschem Recht, betont Böing, »einem der sichersten in Bezug auf den Datenschutz weltweit«.

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1. Im Zeichen der Cloud
2. Skaleneffekte
3. Partner werden wichtiger
4. Co-Location als Alternative

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