Schwerpunkte

Kurz vor Messebeginn Discover

HPE-Chef mit Corona-Virus infiziert

19. Juni 2020, 08:09 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

HPE-Chef mit Corona-Virus infiziert
© HPE

Fühle sich schon wieder viel besser, lässt HPE-Chef Neri nach seiner Corona-Infektion Partner wissen

Genesungswünsche aus der ganzen Welt erreichen derzeit Antonio Neri. Der positiv auf Covid-19 getestete HPE-CEO ist vorerst im Homeoffice und wirbt für den wichtigsten Partnerevent des Jahres. Dort tritt auch ein ehemaliger Erzfeind auf.

Am Donnerstag gab HPE-Chef Antonio Neri auf Linkedin die Diagnose bekannt: Er sei positiv auf Covid-19 getestet worden. »Die gute Nachricht: Ich fühle mich schon viel besser und plane, Business as usual fortzusetzen«. Aus dem Homeoffice, versteht sich, denn Neri ist in Quarantäne.


Da die nächste Woche am Dienstag stattfindende globale Partnerkonferenz von HPE ohnehin virtuell stattfindet, sind die Keynotes von Neri wohl nicht gefährdet. Der CEO erhielt binnen weniger Stunden über 600 Genesungswünsche auf Linkedin, darunter viele von deutschen Partnern wie Bechtle-CEO Thomas Olemotz.


Da die Discover für die weltweiten HPE-Partner die wichtigste Jahresveranstaltung des Herstellers ist, dürfte es an Teilnehmern für das erstmals virtuelle Event nicht fehlen. Dennoch nutzt Neri bei dieser Gelegenheit, viel Werbung für die Disvover und die viele Updates zur digitalen Transformation zu machen, die zur Sprache kommen würden.


Was vor Jahren noch undenkbar wäre, wird auf der diesjährigen Discover passieren. Als Gastredner tritt nämlich ein ehemaliger Erzfeind von HPE auf: John Chambers. Der ehemalige Cicso-Chef hatte es während seiner aktiven Amtszeit nicht versäumt, gründlich Öl ins Feuer der Feindschaft zwischen beiden Konzernen gießen zu lassen.


Auch wenn Kategorien  wie »Feindschaft« nie korrekt das persönlich meist enge Verhältnis von Top-Managern vor allem im Silicon Valley beschreiben, pflegen Manager auf offener Bühne bis heute sehr wohl bissige Kampf-Rhetorik. Parallel stattfindende Partnerkonferenzen, wie sie Cisco und der damals noch nicht aufgeteilte HP-Konzern in Las Vegas veranstalteten, wollen die Loyalität der Partner auf die Probe stellen, die ja oft Netzwerkprodukte beider Konzerne im Portfolio führen.


Chambers hat Neri übrigens noch keinen öffentlichen Genesungswunsch per Linkedin-Kommentar übermittelt. Er kennt schließlich seine Handynummer.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

Hewlett-Packard Enterprise, Cisco

Netzwerk-Infrastruktur