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Fujitsu will durch Zukäufe im Software- und Service-Markt punkten

20. Mai 2009, 10:35 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Fujitsu will durch Zukäufe im Software- und Service-Markt punkten

Mit dem BX-900 stellte Fujitsu Technology Solutions im Mai eine neue Generation von Blade-Server-Systemen vor. Jetzt will der IT-Konzerndie Dienstleistungssparte ausbauen.

Mit Hard- und Software richtig viel Geld zu verdienen, ist nicht gerade einfach. Firmen wie IBM und Hewlett-Packard bauen deshalb das Geschäft mit IT-Dienstleistungen aus. Das will jetzt auch Fujitsu tun – und nötigenfalls Anbieter von interessanten Software-Lösungen übernehmen.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters will Fujitsu vor allem das Geschäft mit Software und Services außerhalb des Heimatmarktes Japan ankurbeln. Damit möchte das IT-Unternehmen dem härter werdenden Preiskampf in den Bereichen Hard- und Software entgegenwirken. Hinzu kommt, dass die Wachstumschancen in Japan begrenzt sind.

Erste Ansätze sind in Australien zu beobachten. Dort übernahm Fujitsu die IT-Servicesparte des Telekommunikationsunternehmens Telstra. Ebenfalls in Australien beheimatet ist die Kaz Group, ein Spezialist für SOA, Virtualisierung und Unified-Communications-Lösungen. Auch diese Firma wurde Teil von Fujitsu.

Richard Christou, Leiter von Fujitsus Sparte »Global Operations«, sagte nun, dass es »eine Menge von IT-Firmen gibt, die vom Kauf kleinerer Software-Häuser mit speziellen Lösungen profitieren«. Er spielte damit unter anderem auf Hewlett-Packard und IBM an, die verstärkt auf das Geschäft mit Services setzen, sprich Beratung sowie die Implementierung und den Betrieb von IT-Infrastrukturen.

Hewlett-Packard macht es vor

Welche Firmen Fujitsu als potenzielle Übernahmekandidaten ins Auge gefasst hat, wollt Christou nicht sagen. In Deutschland greift Fujitsu in Sachen IT-Consulting auf die Dienste der Tochter TDS AG zurück. Auch nach der Trennung von Siemens will Fujitsu nach Angaben von Deutschlandchef Bernd Wagner daran nichts ändern.

Wie wichtig es ist, sich von der Abhängigkeit vom Hardware-Geschäft zu lösen, demonstrierte Fujitsus Rivale Hewlett-Packard im zweiten Quartal: »Das Service-Geschäft verdoppelte den Gewinn ist nun unsere größte Sparte«, sagte HPs CEO Mark Hurd bei der Präsentation der Quartalszahlen.

HP Services kam im zweiten Quartal auf einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar und erzielte einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar. Der Gesamtkonzern musste dagegen einen Umsatzrückgang von 900 Millionen Dollar auf 27,4 Milliarden Dollar hinnehmen.

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