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Spionage über Nest-Thermostate

Einbruch ins »Smart Home«

24. Juni 2014, 12:44 Uhr   |  Timo Scheibe

Einbruch ins »Smart Home«
© GTVHacker

Der Hackergruppe »GTVHacker« gelang es ein Nest-Thermostat zu kapern. (Foto: GTVHacker)

Die Hackergruppe »GTVHacker« gab bekannt, dass sie dank einer Schwachstelle die Kontrolle über die Thermostate der Google-Tochter Nest Lab übernehmen können.

Neue Gefahr für das vernetzte Heim? Im »Smart Home«-Markt steckt eine Menge Potential. Dies ist nicht erst seit der Übernahme vom Hersteller von vernetzten Thermostaten und Rauchmeldern Nest Lab durch Google deutlich geworden. Gerade macht die Google-Tochter mit der Übernahme Herstellers von ferngesteuerten Überwachungskameras Dropcam erneut von sich reden. Doch der Trend vom vernetzten Zuhause lockt auch neue Gefahren an.

Der Hackergruppe »GTVHacker« ist es laut eigenen Angaben gelungen, ein Nest-Thermostat zu kapern und einen eigenen Code aufzuspielen. Als Schwachstelle in den Nest-Thermostaten hat die Hackergruppe den »Device Firmware Update« (DFU)-Modus ausgemacht. Eigentlich vom Hersteller dazu gedacht das Produkt schnell und einfach zu reparieren, erlaubt der Modus es auch, das Gerät ohne Restriktion zu modifizieren. Das Aufspielen der neuen Software ist jedoch nur über den USB-Port möglich. Der Schad-Code selbst, gibt sich dabei als Update aus.

Dies ermöglicht es, einen Root-Zugang zum Thermostat zu erlangen und einen unerlaubten Remote-Zugriff zu programmieren. Dadurch haben Kriminelle eine Hintertür für den ferngesteuerten Zugriff auf das Thermostat. Durch die Bewegungssensoren im Gerät lässt sich für potentielle Einbrecher leicht feststellen, ob jemand zu Hause ist – ein Alptraum für die Bewohner. Da der Angriffscode allerdings nur über den USB-Port aufgespielt werden kann, hält sich die Bedrohung in Grenzen. Durch den Root-Zugang ist es andererseits für Nutzer somit möglich, auch Software von Drittanbietern auf ihr gerootetes Thermostat aufzuspielen. Diese könnten aber auch eine Schad-Software enthalten.

(Aufmacherbild: Fotolia / Silvano Rebai)

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