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Corona bremst Server- und Storage-Markt

30. März 2020, 06:30 Uhr   |  Daniel Dubsky

Corona bremst Server- und Storage-Markt
© Oleksandr Delyk - Fotolia.com

Zwar werden in der Corona-Krise verstärkt Cloud-Services genutzt, sodass Cloud-Anbieter mehr Infrastruktur nachfragen. Doch weil Unternehmenskunden wegfallen, wird der Server- und Storage-Markt in diesem Jahr ins Minus rutschen.

Sowohl der Server- als auch der Storage-Markt werden nach IDC-Prognosen in diesem Jahr einige Einbußen hinnehmen müssen. Durch die Corona-Krise sinken die Ausgaben von Unternehmen für IT-Infrastruktur, was vor allem in der ersten Jahreshälfte auf das Geschäft der Hersteller und ihrer Partner durchschlägt. Zwar nutzen viele Firmen in der Krise zusätzliche Cloud-Kapazitäten, sodass die Nachfrage vonseiten der Cloud Service Provider wächst, doch die Einbrüche im Endkunden-Business wird das IDC zufolge nicht ausgleichen können.

Für den Server-Markt gehen die Marktforscher daher in diesem Jahr von einem Minus von 3,4 Prozent aus, wobei die Rückgänge im x86-Geschäft mit 2,2 Prozent moderat ausfallen. Der ohnehin schwierige Markt für non-x86-Server wird mit einem Rückgang von 16 Prozent viel stärker getroffen. Auch der Storage-Markt wird um 5,5 Prozent schrumpfen, einzig das – allerdings sehr kleine – Marktsegment mit Erweiterungseinheiten wird laut IDC zulegen können.

»Die Auswirkungen von Covid-19 werden die Gesamtausgaben für IT-Infrastruktur sicher bremsen, da Unternehmen vorübergehend schließen und Mitarbeiter entlassen oder beurlauben«, so Kuba Stolarski, Research Director im Bereich IT-Infrastruktur bei IDC. »Wir sind zwar der Ansicht, dass die kurzfristigen Auswirkungen erheblich sein werden, aber es ist wahrscheinlich, dass sich dies nicht auf die Zeit nach 2021 auswirken wird, so die Krise nicht weiter außer Kontrolle gerät.«

Genaugenommen rechnen die Marktforscher bereits in der zweiten Hälfe dieses Jahres mit einer Erholung des Marktes. Der Server-Markt wird demnach im ersten Quartal ein Minus von 11 Prozent und im zweiten Quartal ein Minus von 8,9 Prozent verzeichnen, bevor er im dritten Quartal in die Wachstumsspur zurückkehrt. Im Markt für Storage-Systeme geht es im ersten Quartal um 7,3 und im zweiten um 12,4 Prozent abwärts, bevor wieder mit einem geringen Wachstum gerechnet wird.

China habe die größten negativen Auswirkungen bereits im ersten Quartal erlebt, so IDC, für andere Regionen sei der Tiefpunkt im zweiten Quartal zu erwarten.

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