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Chinesischer Netzausrüster ZTE trotzt der Krise

23. März 2009, 10:35 Uhr   |  Bernd Reder

Chinesischer Netzausrüster ZTE trotzt der Krise

Fast zwei Drittel seines Umsatzes erzielt ZTE mittlerweile außerhalb des Heimatlandes China.

Um 27,4 Prozent konnte ZTE, zweitgrößter Hersteller von Netzwerkausrüstung in China, im vergangenen Jahr den Umsatz steigern. Damit zog sich die Firma besser aus der Affäre als viele ihrer Konkurrenten aus den USA und Europa.

Umgerechnet rund 6,5 Milliarden Dollar Umsatz erzielte ZTE im Geschäftsjahr 2008. Das entsprach einem satten Zuwachs von 27,4 Prozent. Damit verdoppelte das Unternehmen, das nach Huawei in China die Nummer zwei unter den Netzausrüstern ist, im Vergleich zu 2006 den Umsatz.

Allerdings fiel der Gewinn mit 243 Millionen Dollar relativ bescheiden aus, auch wenn er im Vergleich zu 2007 um ein Drittel stieg.

Vor allem auf Märkten außerhalb Chinas verzeichnete ZTE Erfolge. Der Umsatz stieg dort um 33,5 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Auf dem Heimatmarkt legte der Hersteller um 19 Prozent zu, vor allem bedingt durch den Auf- und Ausbau von 3G-Mobilfunknetzen.

Fast zwei Drittel (65,4 Prozent) des Umsatzes gingen 2008 auf das Konto von Ausrüstung für Telekommunikationsnetze. An die 21,9 Prozent brachte der Verkauf von Mobiltelefonen, und 12,7 Prozent steuerten Software, Dienstleistungen und andere Produkte bei.

Wie sich das Unternehmen im Krisenjahr 2009 entwickeln wird, wollte Chairman Hou Weigui nicht sagen. Er geht jedoch davon aus, dass ZTE erneut ein Wachstum verzeichnet.

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