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Bundesnetzagentur verbietet 4,5 Millionen unsichere Produkte

16. Januar 2020, 07:49 Uhr   |  Daniel Dubsky

Bundesnetzagentur verbietet 4,5 Millionen unsichere Produkte
© Abe Mossop - AdobeStock

Im vergangenen Jahr hat die Bundesnetzagentur wieder mehrere Millionen Produkte aus dem Verkehr gezogen, weil sie Funkstörungen oder elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen können.

Die Bundesnetzagentur hat 2019 4,5 Millionen unsichere Produkte für den Verkauf gesperrt. Das waren deutlich weniger als im vorvergangenen Jahr, als die Behörde noch mehr als zehn Millionen Geräte aus dem Verkehr zog. Bei 3,5 Millionen Produkten untersagte sie Online-Händlern den Verkauf, weil die Geräte etwa Funkstörungen verursachen oder elektromagnetische Unverträglichkeiten hervorrufen können. Darunter befanden sich mehr als 600.000 Bluetooth-Lautsprecher sowie fast 500.000 Störsender, die in Europa nicht vertrieben und genutzt werden dürfen. Sie werden der Bundesnetzagentur zufolge häufig bei Straftaten eingesetzt, etwa um Notrufe zu verhindern.

Bei knapp 400.000 Geräten wurde bereits die Einfuhr nach Deutschland untersagt. Hier arbeitet die Bundesnetzagentur eng mit dem Zoll zusammen, der 2019 insgesamt 13.000 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur meldete – in mehr als 90 Prozent der Fälle erfolgte keine Freigabe der Produkte für den deutschen Markt.

Für weitere 600.000 Geräte ordnete die Behörde Korrekturmaßnahmen an oder verhängte Vertriebsverbote, weil sie formale Mängel aufweisen. Das kann etwa eine nicht existierende deutschsprachige Bedienungsanleitung sein oder eine fehlende CE-Kennzeichnung, ohne die Geräte nicht auf dem europäischen Markt verkauft werden dürfen. Das war unter anderem bei vielen sogenannten Wanzenfindern der Fall. Über 5.400 Gerätetypen wurden im vergangenen Jahr geprüft – bei insgesamt 59 gab es Vertriebsverbote und bei 721 Festsetzungsschreiben zur Behebung formaler Mängel.

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