Jede vierte Stelle fällt weg: NSN schließt 30 Standorte in Deutschland

Im Zuge seiner Neustrukturierung streicht Nokia Siemens Networks weltweit ein Viertel aller Stellen. In Deutschland stehen 30 der 35 Standorte vor der Schließung. Einer Aufsichtsrätin zufolge möchte Siemens den bisherigen NSN-Chef Rajeev Suri ablösen.

Hermann Rodler, Country Director von NSN in Deutschland

Jobkahlschlag beim Telekommunikationsausrüster Nokia Siemens Networks (NSN): Von dem kürzlich vorgestellten Kostenreduzierungsprogramm sind Unternehmensangaben zufolge weltweit 17.000 Stellen betroffen.

In Deutschland sollen nach einer Mitteilung von Nokia Siemens Networks rund 2.900 Stellen abgebaut werden - die Mehrheit bis Ende des Jahres. Mögliche Geschäftsteilverkäufe sind dabei nicht berücksichtigt. Derzeit beschäftigt NSN in Deutschland gut 9.000 Mitarbeiter.

Dabei plant NSN in Deutschland 30 der 35 Standorte zu streichen. Besonders hart betroffen von den Sparplänen ist München, wo viele administrative Funktionen angesiedelt sind, die nicht zum Kerngeschäft von NSN gehören. Das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens möchte seine Geschäftsaktivitäten hierzulande künftig auf die Standorte Berlin, Bonn, Bruchsal, Düsseldorf und Ulm konzentrieren.

In Berlin wird Nokia Siemens Networks optische Netze produzieren. Außerdem wird der Standort zum Zentrum für Forschung und Entwicklung und für das Servicegeschäft. In Bonn und Düsseldorf bündelt das Joint Venture die Aktivitäten des Kundengeschäfts, Bruchsal wird sich als zweiter Produktionsstandort in Deutschland vorwiegend mit der Einführung von Neuprodukten beschäftigen. in Ulm siedelt NSN die LTE-Forschung und -Entwicklung sowie die Systemkonzeption, -entwicklung und -erprobung an.

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