Breit aufgestellter Channel geplant: Huawei sorgt für neue Konkurrenz im Netzwerk

Nach der Gründung der Enterprise Business Group positioniert sich der chinesische Netzwerkausrüster Huawei im klassischen Netzwerkmarkt. Während der Hersteller bislang vor allem im Carriergeschäft stark aufgestellt ist, baut sich Huawei für das Geschäft mit Firmenkunden nun einen Channel auf.

Der Huawei-Truck machte in der vergangenen Woche in München Station

Der Netzwerkausrüster Huawei drängt ins klassische Netzwerkgeschäft. Um sich als Netzwerkanbieter für Unternehmenskunden jeder Größe im Markt zu positionieren, hat der Hersteller aus dem chinesischen Shenzhen in diesem Jahr mit der Huawei Enterprise Business Group einen eigenen Geschäftsbereich für Netzwerk-Equipment wie Ethernet Switches und Access Router gegründet.

In sieben vertikalen Märkten möchte Huawei nun durchstarten: Im kommenden Jahr werden vor allem die Branchen Transport & Logistik, Automotive und Energie im Mittelpunkt stehen. Weitere Zielmärkte sind Public, Finance, Retail & Media sowie Life Sciences. Bis zum Jahr 2015 möchte Huawei im Netzwerkmarkt einen Umsatz von 15 Milliarden Dollar erzielen.

Mit dem Schritt betritt Huawei einen Markt, in dem sich derzeit neben Platzhirsch Cisco bereits eine ganze Reihe anderer Hersteller wie etwa HP und Juniper, IBM und Brocade in Stellung bringen. »In der Vergangenheit hat es im Netzwerkmarkt nicht wirklich Wettbewerb für Cisco gegeben. Das ändert sich gerade«, begründet Stefan Müller, Director Enterprise für Huawei Deutschland, die Entscheidung, ins Netzwerkgeschäft einzusteigen.

Von den neuen Konkurrenten möchte sich Huawei durch schnelle Innovationszyklen und ein End-to-End-Portfolio abheben, das von Unified Communications- und Collaboration-Lösungen über klassische Netzwerkprodukte bis zu Branchenlösungen reicht. Auch beim Preis wollen die Chinesen angreifen. »Dass wir kostenmäßig mit allen anderen mitgehen können ist keine Frage. Wir produzieren nicht nur in China, wir entwickeln auch dort«, so Enterprise Director Stefan Müller.

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