Test: vRanger Pro: Test: Reduzierte Backup-Zeiten mit vRanger Pro

Um den Nutzern virtueller Server schnelleres Image-Level-Backup zu ermöglichen, hat Vizioncore ihre »vRanger Pro Data Protection Platform« erweitert.

Version 4.5 besitzt geänderte Block-Tracking-Fähigkeiten, um die Größe des Backup-Archivs zu reduzieren. Für die Benutzer bedeutet das, dass sie bei der Durchführung inkrementaler und differenzieller Backups eine Liste lediglich der Datenblöcke erhalten, die sich geändert haben. Gesichert werden dann nur diese Daten statt das gesamte System. Das Resultat kann sich sehen lassen: ein sonst 93 Minuten dauerndes Backup von 2,8 GByte reduziert sich auf rund 3 Minuten.

Live eingesetzt ließ sich im Vergleich mit einer früheren Version eine um 10 bis 20 Prozent höhere Backup-Geschwindigkeit feststellen. Desaster-Recovery-Tests sicherten über Nacht fast 50 Server. Und es ist ganz einfach: Recovery starten und warten.

Die neue Version nutzt zwei Techniken, welche die Performance verbessern. Active-Block-Mapping fragt das Windows-Betriebssystem ab, um inaktive Blöcke während des Backups aus den Leselisten zu entfernen. Außerdem unterscheidet Active-Block-Mapping zwischen einem nicht zugewiesenen Block und einem Block, in dem 0 geschrieben ist – die Software braucht letzteren Block nicht schreiben. Change-Block-Tracking erlaubt „vRanger-Pro-DPP 4.5“ geänderte Blöcke zu bestimmen, indem es das Vmware-Vstorage-API abfragt, welches die Liste geänderter Blöcke zurück liefert. Active-Block-Mapping allein beschleunigt Backups um bis zu 45 Prozent, während Change-Block-Tracking allein 45 bis 60 Prozent mehr Speed bringt – oder 50 bis 75 Prozent kombiniert mit Active-Block-Mapping.

Die Software ist für 499 Dollar pro Socket ab sofort verfügbar. Vizioncore gehört zu Quest Software, und vRanger-Pro-DPP 4.5 unterstützt Quest-Recovery-Manager für Exchange. Dies bietet agentenlose Object-Level-Recovery für Microsoft-Exchange. Dieses agentenlose Feature ist der Schlüssel dazu, das Produkt aus Administratorperspektive effizient zu machen, denn die Benutzer brauchen sich nicht um Lizenzen, Versionskontrolle und die Kompatibilität zu anderen Applikationen und Betriebssystemen sorgen.

Dirk Jarzyna, Network Computing

E-Mail: dj@networkcomputing.de