Kein zusätzliches Geschäft in Sicht: Auch Service-Provider sind nicht scharf auf IPv6

Auch Carrier drängt es nicht gerade in Richtung IPv6. Dabei ist Bereitstellung von IPv6-Adressen das geringste Problem. Unternehmen sollten darauf achten, wie es bei den Services wie DNS mit der IPv6-Untestützung aussieht.

IPv4- und IPv6-Services gleich behandeln

Im Allgemeinen sollten Unternehmen darauf achten, dass Provider IPv4- und IPv6-Services gleich behandeln. Eine Garantie dafür ist keinesfalls selbstverständlich. Application-Services wie Managed-Firewalls erfordern viel Aufmerksamkeit.

»Es müssen alle Systeme aktualisiert werden, die IP-Adressen speichern oder über IPv4 kommunizieren«, so Jason Schiller, Senior-Internet-Network-Engineer bei Verizon. »Bisher hat eine Datenbank einen 32-Bit-Wert benötigt, um eine IPv4-Adresse zu speichern. Nun ist es ein 128-Bit-Wert. Wenn diese als dezimaler Wert abgespeichert werden soll, reicht bei Oracle eine Unsigned-Integer nicht mehr aus. Stattdessen ist eine Dual-Decimal-Number notwendig. All das kann den Bestell-Vorgang von Adressen und deren Zuordnung schwieriger machen.«

Zum ersten Mal seit Jahren gibt es eine deutliche Bewegung in Richtung IPv6-Einsatz. Dieser steht immer noch am Anfang. Aber es handelt sich nicht mehr um eine unreife Technologie. Unternehmen sind dabei Ausschau zu halten, von wem sie IPv6-Anbindung bekommen können. Während Carrier-Services schrittweise zur Verfügung stehen könnten, wird es bei den Unternehmen vermutlich länger dauern, verbunden mit mehr Stolperfallen.