Kein zusätzliches Geschäft in Sicht: Auch Service-Provider sind nicht scharf auf IPv6

Auch Carrier drängt es nicht gerade in Richtung IPv6. Dabei ist Bereitstellung von IPv6-Adressen das geringste Problem. Unternehmen sollten darauf achten, wie es bei den Services wie DNS mit der IPv6-Untestützung aussieht.

Auf die Unterstützung von IPv6 bei Services achten

Wenn Cody Christman, Director of Product-Engineering bei NTT, gefragt wird, nach welchen Kriterien ein Provider bewertet werden sollte, antwortet er: »Ich frage, ob er eine STLA-Zuordnung (Sub-Top-Level-Aggregation) von ARIN bekommen hat«. Hinter STLA verbergen sich IPv6-Adressen, die ein Service-Provider bekommen hat, um sie Kunden zuzuordnen. Es gibt verschiedene Registries, die eine STLA-Vergabe vornehmen können.

Die IPv6-Adressen sind aber das geringste Problem. Unternehmen sollten auf die Services achten, die mit der IPv6-Zuteilung zusammenhängen. Wie sieht es mit der Kompatibilität der restlichen Protokolle mit IPv6 aus? Ein typisches Beispiel dafür ist DNS. Besitzt der Service die dafür notwendigen IPv6-Einträge wie AAAA-Records. Diese wurden definiert, um IPv6-Adressen aufzunehmen. Für Christman kommt es hier auch darauf an, ob diese AAAA-Einträge auch bei Dual-Stack-Transport unterstützt werden.

Auch die Management- und Report-Lösung sollte mit IPv6 umgehen können. Der Administrator wolle sehen, wie die Performance im Netzwerk aussähe, so Christman. Dabei geht es auch um SLAs für IPv4 und IPv6. Dazu gehören Kennzahlen wie Paketverluste, Verfügbarkeit oder Jitter für das IPv6-Netzwerk. Im Allgemeinen wird IPv6-Verkehr über den gleichen Pfad geleitet (Routing) wie IPv4, aber nicht immer.

Der Netzwerkrand eines Providers sollte Verkehr auf verschiedenen Ebenen annehmen. Dabei geht es nicht nur um IPv4 oder IPv6, sondern auch um Sprache, VPNs oder Video. So habe AT&T beispielsweise einen VPN-Konzentrator für Laptop-Nutzer auf ihrem IPv6-Netzwerk, so Brooks Fitzsimmons, Assistant Vice-President des IPv6-Product-Transistions-Teams bei AT&T.

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