Storage: Netzwerkspeicher: Test: Iomegas NAS-System »Storcenter ix4-200d« auf dem Prüfstand

Jede Menge Funktionen, einige Terabyte Speicherplatz, und das zu einem Preis von unter 1000 Dollar zeichnen Iomegas »Storcenter ix4-200d« aus. Wir haben das NAS-System unter die Lupe genommen und geprüft, inwieweit es für den Einsatz in kleineren Unternehmen taugt.

Die Preise fallen, und das macht Netzwerkspeicher-Systeme (Network-Attached-Storage) mit mehreren Terabyte Kapazität für kleine Unternehmen und Anwender im Home-Office erschwinglich. Solche NAS-Geräte unterstützen eine Vielzahl an Dateiprotokollen, sind einfach zu installieren und zu verwalten und kosten, wie erwähnt, nicht mehr die Welt. Ein brauchbares System mit 4 TByte ist bereits für 700 bis 800 Euro zu haben.

Der Testkandidat: das Storcenter ix4-200d von Iomega.

Zu dieser Kategorie gehört auch das Storcenter ix4-200d der EMC-Tochter Iomega. Das System ist mit 2, 4 oder 8 TByte Kapazität erhältlich. Es nimmt NAS-Produkte wie das Seagate Black Armor NAS 440 und das QNAP TS-439 aufs Korn. Das TS-439 offeriert allerdings einige weiter reichende Funktionen, beispielsweise von vorn entfernbare Festplatten und mehr RAID-Level.

Nach mehreren Monaten des Testens und »scharfen« Einsatzes kann Network Computing bestätigen, dass Iomega sein Versprechen, ein preisgünstiges NAS für »Small and Medium Businesses« (SMBs) zu liefern, eingehalten hat. Trotz einiger Schwierigkeiten mit der Web-Schnittstelle und beim Download großer Dateien verhielt sich das Gerät größtenteils völlig unscheinbar – und das ist durchaus positiv zu werten: keine Ausfälle, keine allzu großen »Mucken«, sondern ein Arbeitsbienchen, das klaglos seinen Dienst verrichtete.

Testversion mit 4 TByte

Das getestete 4-TByte-Modell kostet derzeit im US-Online-Shop des Herstellers rund 850 Dollar. In Deutschland ist es für 800 bis 900 Euro zu haben.

Das ix4-200d wird auch als Desktop-NAS angepriesen. Aber auf dem Schreibtisch wird es niemand wirklich stehen haben wollen. Das gelegentliche Rattern des Geräts wäre denn doch zu störend. Denn während des Aufbaus einer 100-GByte-iSCSI-LUN (was Stunden dauerte) gab das Gerät Geräusche von sich wie eine Horde Nüsse knackender Eichhörnchen. Das Löschen einer iSCSI-LUN vollzog sich dagegen schnell und leise.

Das ix4-200d besitzt Power-Management-Funktionen, die den Strombedarf senken. Dazu gehören das Dimmen des blauen LED-Panels und das Ausschalten der Festplatten, wenn diese nichts zu tun haben (Idle-Zustand).

Dank Supports für RAID-Level 5 verkraftet das NAS-System den Ausfall einer Festplatte, ohne dass dadurch Daten verloren gehen. Zusätzlich werden RAID 10 sowie JBOD unterstützt. Zu den Details, die sonst nur bei Geräten der »Profi«-Kategorie zu finden sind, gehören die zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse und die Option, das NAS auch als iSCSI-Target ansprechen zu können.

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