Praxis: USB-Sticks: Datenfallen bei USB-Sticks vermeiden

Die praktischen kleinen USB-Sticks sind heute zum universalen Datentransportmittel auch in vielen Unternehmen geworden. Doch bei schlechtem Material oder unsicherer Konfiguration kann es schnell zu bösen Überraschungen und herben Datenverlusten kommen. Sieben Tipps helfen, den richtigen Stick zu finden.

USB-Sticks sind zum führenden Transportmedium für Daten aller Art geworden. (Bild: Andrey Armyagov, fotolia.de)

Sie sind praktisch, klein und handlich und bieten trotzdem riesige Datenspeicherkapazitäten. Mit diesen Vorzügen ausgestattet, haben sich USB-Sticks in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des IT-Alltags entwickelt. Sowohl im Privaten wie auch im Geschäftsumfeld werden täglich unglaubliche Datenmengen auf USB-Sticks gespeichert und transportiert, oft bewegen sich die Minispeicher auch beinahe unkontrolliert zwischen diesen Bereichen.

Ohne eine entsprechende Absicherung können so schnell auch sensible Firmendaten mehr oder weniger aus Versehen verschwinden oder in falsche Hände geraten. Aber auch Probleme mit Hard- und Software können schnell einen Datenschaden verursachen. Eines der bekanntesten Beispiele sind hier USB-Sticks, deren Kapazität auch dem System gegenüber falsch angegeben wird, wodurch Daten beim Schreiben und Kopieren darauf verloren gehen können. »Um den USB-Flash-Controller zu überlisten und mehr Speicher an das Betriebssystem zu melden, als tatsächlich vorhanden ist, muss schon ein gewisser Aufwand betrieben werden. Hier wird offensichtlich mit krimineller Energie großer Schaden in Kauf genommen«, kritisiert George Linardatos, Leiter der deutschen Niederlassung des Stick-Herstellers Transcend in Hamburg, solche Methoden mancher Konkurrenten.

Doch auch in anderen Hinsichten unterscheiden sich die praktischen Helferlein teilweise recht deutlich. Für den Einsatz im Unternehmensumfeld sollten darüber hinaus Faktoren wie Geschwindigkeit, Energieverbrauch und die Sicherheit eine Rolle spielen. Denn nicht jeder Stick hält, was er auf den ersten Blick verspricht. Auf den folgenden Seiten haben wir einige Hinweise zusammengefasst, wie sich unter den Sticks solide Arbeitsmittel von faulen Plastikeiern unterscheiden lassen.

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Kapazität und Geschwindigkeit

George Linardatos warnt vor gefährlicher Sparsamkeit bei USB-Sticks und ihrer Absicherung.

1. Kapazität:
Manche USB-Sticks werden so manipuliert, dass dem Nutzer bewusst eine falsche Speichermenge vorgegaukelt wird. Dieser Betrug kann im schlimmsten Fall zu unwiederbringlichen Datenverlusten führen, indem dabei vorhandene Daten mit neuen überschrieben werden.

Bereits vorab helfen Informationen und Bewertungen zu Hersteller, Modell und Verkäufer aus dem Internet meist, Betrüger zu entlarven. Auch bei Sticks kann der Gang zum Fachhändler sich lohnen. Bei bereits gekauften Sticks lässt sich mit diesem Tool der tatsächliche Speicherbedarf ermitteln, um von bösen Daten-Überraschungen verschont zu bleiben. Die gefälschten Sticks können zurückgegeben werden.

2. Die Geschwindigkeit des Datenaustausches:
Beim Datenaustausch spielt die Geschwindigkeit zwischen PC/Laptop und dem USB-Stick eine wichtige Rolle, im Arbeitseinsatz gilt für Geräte klar Zeit ist Geld. Somit kostet ein Stick, der häufig benutzt wird und dabei Verzögerungen verursacht auf Dauer eine Menge Zeit, die durch eine minimal geringere Anfangsinvestition nicht gerechtfertigt ist.

Wichtigster Aspekt ist hier die Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Die Lese- ist immer höher als die Schreibgeschwindigkeit. Wenn nur eine Angabe auf der Verpackung zu lesen ist, handelt es sich normalerweise um die (höhere) Lesegeschwindigkeit. Da der Datentransfer bei manchen günstigen Anbietern deutlich länger dauert als bei hochwertigen Produkten, sollte man vor dem Kauf unbedingt nach beiden Geschwindigkeiten fragen.

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