Firmenübernahmen: Broadcom will mehr Geld für Emulex bezahlen

Auf 11 Dollar pro Aktie oder umgerechnet 912 Millionen Dollar hat der Chip-Hersteller Broadcom das Übernahmeangebot für Emulex angehoben. Die Firma ist einer der führenden Anbieter von Adapterkarten für Fibre Channel, Fibre Channel over Ethernet (FCoE) und 10-Gigabit-Ethernet.

Mit einem höheren Angebot will Broadcom die Aktionäre von Emulex ködern. Statt der zuerst gebotenen 9,25 Dollar pro Aktie will der Hersteller von Halbleitern für Kommunikationsprodukte wie Ethernet-Adapter nun 11 Dollar bezahlen.

Legt eine Schippe drauf: Broadcoms CEO Scott McGregor bietet jetzt 912 Millionen Dollar für Emulex.

Das heißt, Broadcom ist jetzt bereit, statt 764 Millionen Dollar an die 912 Millionen in bar für Emulex auf den Tisch zu legen. Dies ist offenkundig das letzte Wort des Halbleiter-Hersteller: »Es ist das beste Angebot, das wir machen können«, schrieb Broadcoms Chief Executive Officer Scott McGregor in einem Brief an das Management von Emulex.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung von Emulex reagierten verhalten auf die neue Offerte. Man werde das Angebot sorgfältig prüfen, so die Unternehmensleitung. Aktionäre sollten keine voreiligen Entscheidungen treffen, im Klartext Anteilsscheine an Broadcom verkaufen.

Emulex weiterhin stur

Bislang zeigte sich Emulex nicht gewillt, dem Werben von Broadcom nachzugeben. Im Gegenteil: Beide Firmen beschuldigen sich gegenseitig, mit unlauteren Mitteln zu arbeiten. So monierte die Führung von Emulex, Broadcom biete viel zu wenig für den Storage-Spezialisten und sei nur darauf aus, ein Schnäppchen zu machen.

Broadcom wiederum warf Emulex vor, nicht im Sinne ihrer Aktionäre zu handeln. Wie in solchen Fällen häufig üblich, haben mittlerweile verkaufswillige Emulex-Aktionäre einen Vorstoß gestartet, um das Management des Unternehmens auszutauschen.

Die Offerte von Broadcom läuft noch bis zu 14. Juli. Eine Verlängerung der Frist ist nach Angaben der Firma nicht geplant.