Nach Münchner Amoklauf: Urteil gegen Darknet-Plattform-Betreiber bestätigt

Das Urteil von sechs Jahren Haft gegen den Betreiber einer Darknet-Plattform, über die der Münchner Amokläufer vom Juli 2016 seine Waffe gekauft hatte, ist nun bestätigt worden und rechtskräftig.

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Der Bundesgerichtshof verwarf mit dem am Montag veröffentlichten Beschluss vom 6. August die Revision des Mannes als unbegründet. Das Landgericht Karlsruhe hatte den damals 31-Jährigen im vergangenen Dezember der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung sowie der Beihilfe zu Waffen- und Drogendelikten schuldig gesprochen.

Im Juli 2016 hatte ein 18-Jähriger am und im Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und sich selbst erschossen. Pistole und Munition hatte er sich über den verborgenen Bereich des Internets (Darknet) besorgt. Der Amokläufer hätte die Waffe nicht kaufen und den Amoklauf nicht begehen können, wenn Verkäufer und Käufer in dem Forum nicht zusammengekommen wären, hatte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung gesagt.

Den eigentlichen Waffenhändler im Fall des Münchner Amoklaufs hatte das Landgericht München I im Januar 2018 zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dieser Mann hatte Pistole und Munition an den jugendlichen Amokläufer verkauft.