Wachstum dank Datenflut, Flash und Cloud: Storage-Markt auf der Erfolgswelle

Seit einigen Quartalen wächst der Storage-Markt wieder deutlich. Einerseits weil durch das IoT die Datenmengen schnell größer werden und Unternehmen ihre Infrastrukturen für neue Anwendungen wie KI fit machen. Andererseits aber auch, weil vielerorts endlich klare Cloud-Strategien definiert wurden und in Hybrid-Cloud-Konzepte investiert wird.

Die Digitalisierung bringt wieder Bewegung in den Storage-Markt
(Foto: Konstantin Hermann - Fotolia)

Nach mehreren zähen Jahren mit stagnierenden oder allenfalls leicht wachsenden Umsätzen befindet sich der Storage-Markt seit einigen Quartalen wieder in der Wachstumsspur. In der EMEA-Region konnte er im vergangenen Jahr sogar um 16,4 Prozent zulegen – ein neuer Rekord laut den Marktforschern von IDC, und das trotz stetig sinkender Preise für Flash-Speicher und Festplatten.

Die Gründe für den Aufschwung sind vielfältig. Der wichtigste und offensichtlichste ist das allgegenwärtige Datenwachstum durch die Digitalisierung. Wo Geräte vernetzt oder mit Sensoren ausgestattet werden und einst analoge Arbeiten plötzlich mithilfe von Rechner und Internet erledigt werden, fallen jede Menge neuer Daten an. Zudem würden Daten kaum noch gelöscht, merkt Stefan Roth, Category Manager Datacentre Central Europe bei Fujitsu, an – weil Firmen ihre Daten zunehmend als Wert begreifen, was auch zu steigenden Investitionen in Data Protection führt.

»Das wirklich Wesentliche jedoch ist die drastische Zunahme von Applikationen mit unterschiedlichsten Anforderungen und Workloads«, sagt Roth. Die führt dazu, dass nicht nur größere Speichersysteme benötigt werden, sondern moderne. Solche, die die Datenflut beherrschbar machen und unterschiedlichste Anwendungen wie KI oder Real-Time-Analytics mit Daten versorgen können. »Auch Edge Computing, also die Informationsverarbeitung direkt dort, wo die Daten generiert werden, macht einige neue Anwendungen notwendig. Das alles erfordert bei einigen Unternehmen eine komplett neue Storage- und Data-Architektur«, so Roth.

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