»Hybrid Cloud, aber richtig gemacht«: Dell macht Rechenzentrum zum Service

Auf der Dell Technologies World stellte Dell eine gemeinsam mit VMware entwickelte Cloud-Plattform vor, die sich über die Hardware des Herstellers bis in die Public Cloud erstreckt – nicht nur die von Amazon, sondern neuerdings auch die von Microsoft. Beziehen lässt sich dieses Cloud Data Center als Service, der von VMware verwaltet und nach Nutzung abgerechnet wird.

Ein Bild mit Seltenheitswert: Microsoft-CEO Satya Nadella, Dell-CEO Michael Dell und VMware-CEO Pat Gelsinger gemeinsam auf der Bühne
(Foto: Dell)

Seine diesjährige Dell Technologies World in Las Vegas nutzte Dell, um Kunden und Partnern seine Vision moderner IT-Infrastrukturen vorzustellen. Die bestehen nach Ansicht des Herstellers weiter aus lokalen Rechenzentren, die allerdings deutlich mehr Cloud-Feeling als bisher bieten sollen und nahtlos an die Public Cloud angebunden sind. Es ist der auch von anderen Herstellern proklamierte Hybrid-Ansatz – nur eben, so sieht es Dell, ohne die damit einhergehende Komplexität. Mit der »Dell Technologies Cloud« könne man das Chaos in der Multi-Cloud-Welt kontrollieren, versprach Jeff Clarke, Vice Chairman Products & Operations bei Dell, es sei »Hybrid Cloud richtig gemacht«.

Gemeinsam mit VMware hat Dell dafür eine zentrale Verwaltung für alle Ressourcen entwickelt, egal ob sie sich on-premise oder in der Cloud befinden. Basis ist die »VMware Cloud Foundation«, die nun auch von Dells hyperkonvergenter Infrastruktur »VxRail« unterstützt wird. Zudem sollen auch die Storage-Familien »PowerMax« und »Unity« Cloud-Foundation-ready sein.

Als »VMware Cloud on Dell EMC« bieten Dell und VMware ihre Hybrid Cloud als Komplettpaket an, und das als Service. Kunden bekommen lokale Infrastruktur, die aber von VMware betrieben und nach Nutzung abgerechnet wird. Auf diese Weise soll das Rechenzentrum vor Ort wie die Cloud genutzt werden können. Denn in der Vergangenheit seien viele Leute in die Cloud gegangen, nicht weil es besser oder kostengünstiger, sondern weil es dort schlicht einfacher gewesen sei, erklärte VMware-Chef Pat Gelsinger.

VMware in der Microsoft-Cloud

Während sich VMware um die Infrastruktur kümmert und »Zero Downtime« durch das Einspielen von Updates und Patches zusichert, hat der Kunde alle Freiheiten, was virtuelle Maschinen und Applikationen angeht und kann über die Dell Technologies Cloud beispielsweise auch zusätzliche Kapazitäten freischalten. Oder Workloads zwischen seiner lokalen Cloud und der Public Cloud verschieben. Bei AWS ist der VMware-Stack schon länger verfügbar und neuerdings auch bei Azure.

Die Zusammenarbeit zwischen Dell und Microsoft wurde auf der Dell Technologies World verkündet, was dazu führte, dass mit Dell-Gründer Michael Dell, VMware-Chef Pat Gelsinger und Microsoft-CEO Satya Nadella gleich drei der wichtigsten Unternehmenslenker der IT-Branche gemeinsam auf der Bühne standen. Allerdings endet die Kooperation der drei Unternehmen nicht mit der VMware-Unterstützung in Azure. Darüber hinaus sollen beispielsweise »Microsoft 365« und VMwares Device-Management »WorkspaceONE« sowie »Windows Virtual Desktop« und »VMware Horizon Cloud« verknüpft werden.