Datto-Gründer McChord über seinen Rücktritt als CEO: »Die Sicht aufs Leben verändert sich«

Auf der Datto-Partnerkonferenz warf Gründer Austin McChord nicht nur einen unterhaltsamen Blick zurück auf die Anfangstage des Unternehmens, sondern sprach auch sehr offen über seinen Abschied als CEO – zu dem er sich nach dem Tod eines Freundes und Kollegen entschloss.

Auf der Dattocon beantwortete Austin McChord bereitwillig die Fragen der Datto-Partner
(Foto: Datto)

Ende Oktober verkündete Datto-Gründer Austin McChord seinen Rücktritt vom CEO-Posten beim Managed-Services-Spezialisten. Er wird das Amt zwar noch innehaben, bis ein Nachfolger gefunden ist, doch das Tagesgeschäft übernimmt einstweilen bereits COO Tim Weller. Allerdings bleibt McChord dem Unternehmen im Board of Directors und als strategischer Berater erhalten. Vielleicht könne er ja bald mal wieder etwas Code für die Datto-Produkte schreiben, sagte er auf der Dattocon in Barcelona und scherzte, er werde mit diesem Code aber wahrscheinlich nicht mehr durch die Qualitätskontrolle kommen.

McChord hatte Datto vor elf Jahren mit seinem Bruder und Highschool-Freunden gegründet. Die ersten Jahre arbeiteten sie vom Keller seiner Eltern aus, wo in den Anfangstagen zahlreiche externe Festplatten an selbst zusammengeschraubten Rechnern hingen – vom Jungunternehmer stolz als »Secure Underground Datacenter« vermarktet. Zum Partnervertrieb wurde er mehr oder weniger gezwungen, weil Endkunden sich kaum für den Kauf seiner Lösungen interessierten; und das, obwohl er sie über Amazon anbot und amerikanische Gadget-Weblogs so lange genervt hatte, bis diese die Produkte vorstellten.

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