Schwache Nachfrage: Weiter sinkende Preise für NAND-Flash

Der Markt für NAND-Flash wächst nur leicht, weil Überproduktion und schwache Nachfrage – unter anderem auch durch die CPU-Engpässe bei Intel – für einen anhaltenden Preisverfall sorgen.

NAND-Speicherchips von Micron
(Foto: Micron)

Die Produktion von NAND-Flash läuft auf Hochtouren, doch trotz anstehendem Weihnachtsgeschäft blieb die Nachfrage nach den Speicherchips im dritten Quartal 2018 schwach, wie DRAMeXchange meldet. Demnach wuchs der Markt nur um 4,4 Prozent auf 17 Milliarden Dollar. Ursache dafür sind zum einen die Engpässe in der CPU-Produktion bei Intel, die auf die Nachfrage anderer Komponenten drücken, zum anderen haben die zuletzt schwachen iPhone-Verkäufe die Erwartungen der PC- und Smartphone-Hersteller gedämpft. Und dann wäre da noch der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China, der den Markt weiter negativ beeinflusst.

Laut DRAMeChange sanken die Preise für NAND-Flash im dritten Quartal um zehn bis 15 Prozent – und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Man erwarte, dass es weiter eine Überversorgung mit NAND-Flash geben werde, sagt DRAMeXchange-Analyst Ben Yeh. »Die Hersteller von Speichermodulen und OEMs stehen bereits am Ende ihrer Vorbereitungen für das Jahresendgeschäft und haben daher kein Interesse, ihre Lagerbestände weiter aufzustocken.«

Dominiert wird der NAND-Markt von Samsung, das mit einem Umsatz von 6 Milliarden Euro auf einen Marktanteil von 35,6 Prozent kommt. Auf den Plätzen folgen Toshiba (18,8 Prozent), Western Digital (14,9 Prozent), Micron (13,1 Prozent), SK Hynix (10,8 Prozent) und Intel (6,4 Prozent).