Einstieg ins In-Memory Computing: Western Digital bringt Flash-Laufwerk zur Arbeitsspeichererweiterung

Mit seiner »Ultrastar DC ME200« bietet Western Digital eine Erweiterung für den Arbeitsspeicher von Servern – fast ebenso schnell, aber günstiger. Der Hersteller sieht das mit Flash bestückte Laufwerk als ideale Lösung für In-Memory Computing.

Erweiterung für den Arbeitsspeicher im PCIe- und U.2-Format: die »Ultrastar DC ME200« von Western Digital
(Foto: Western Digital)

Arbeitsspeicher ist teuer und in der Regel ist die Zahl der Steckplätze in Servern auch begrenzt. Zur einfachen und kostengünstigen Erweiterung bietet Western Digital daher nun mit der »Ultrastar DC ME200« ein Flash-Laufwerk an, das der Geschwindigkeit von DRAM nahekommen und deutlich günstiger sein soll. Es ist mit flüchtigem Speicher bestückt und wird via NVMe angebunden. Zwei Formfaktoren sind verfügbar: PCIe-Steckkarte und U.2.-Format.

Das ME200 ist mit Kapazitäten von 1, 2 und 4 TByte zu haben und unterstützt Intel-Systeme mit Red Hat Enterprise Linux, Fedora Core, Suse Linux Enterprise Server, OpenSuse, Debian sowie Ubuntu. In einen Server mit einer Höheneinheit soll sich laut Hersteller der Speicher auf diese Weise um bis zu 24 TByte erweitern lassen. Davon sollen vor allem große Datenbanken und Echtzeitanwendungen profitieren; Western Digital sieht das Laufwerk ideal eingesetzt bei In-Memory-Applikationen wie Redis, Memcached und Apache Spark.

Als Arbeitsspeicherergänzung muss das ME200 viele Schreibvorgänge verkraften. Die Ausführung mit 1 TByte ist daher laut Hersteller für 19,1 PBW (Petabytes Written) ausgelegt, die mit 2 TByte für 38,2 PBW und die mit 4 TByte für 78 PBW. Über die Garantiezeit von drei Jahren entspricht das etwa 17 Drive Writes Per Day.

Einen UVP für das neue Laufwerk nennt Western Digital nicht.