Defekte Datenträger als Hauptgrund: Datenverluste in deutschen Unternehmen keine Seltenheit

Immerhin 17 Prozent der deutschen Unternehmen hatten in den vergangenen zwölf Monaten einen Datenverlust zu beklagen. Zumeist waren defekte Datenträger die Ursache, aber auch Anwenderfehler und Ransomware treffen viele Firmen unvorbereitet.

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Zwar ist durch die Ransomware-Attacken der vergangenen Jahre das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines Backups gestiegen, und dank Cloud-Diensten und Managed Services ist die Sicherung von Daten einfacher denn je. Dennoch kommt es in deutschen Unternehmen immer wieder zu Datenverlusten, wie eine Umfrage des Leipziger Datenrettungsspezialisten DataRecovery zeigt. Demnach erlitten in den vergangenen zwölf Monaten immerhin 17 Prozent der Befragten einen Datenverlust.

In über 60 Prozent der Fälle war ein defekter Datenträger die Ursache. Aber auch Anwenderfehler (25 Prozent) und Ransomware-Attacken sowie andere Sicherheitsprobleme (10 Prozent) sorgen dafür, dass Daten verloren gehen. Dass dann oft kein – oder kein funktionsfähiges – Backup zur Hand ist, könnte DataRecovery zufolge daran liegen, dass in fast 30 Prozent der Firmen die Datensicherungsprozesse nicht eindeutig geregelt sind oder Anwender die Sicherung in Eigenregie durchführen müssen. Nur 54 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig Backups nach einer internen Sicherheitsrichtlinie zu erstellen. Die Hälfte von ihnen sichert Daten zudem lokal und in der Cloud.

Zuverlässige Datenlöschung

Doch nicht nur bei der Datensicherung, sondern auch beim sicheren Löschen von Daten fehlen vielen Unternehmen klare Prozesse. So haben der DataRecovery-Umfrage zufolge nur 61 Prozent entsprechende Workflows etabliert, wobei ein Drittel davon allerdings nicht zertifizierter Löschsoftware einsetzt. Acht Prozent setzt dagegen auf zertifizierte Anwendungen, 15 Prozent auf einen Dienstleister und 20 Prozent vernichten den Datenträger mechanisch durch einen Schredder oder einen Degausser.