»Mission Peak«: Leistungsstarker Speicherserver mit 550 TByte von Memorysolutions

Memorysolutions hat mit Herstellerpartnern einen hochperformanten Speicherserver entwickelt, der dank kompakter NVMe-SSDs im NF1-Format bis zu 550 TByte in einer Höheneinheit unterbringt.

Hohe Performance im kompakten Format: der »Mission Peak«-Speicherserver
(Foto: Memorysolutions)

Viele datenhungrige Anwendungen bringen so manche Speicherinfrastruktur an ihre Leistungsgrenzen. Als platzsparende und leistungsstarke Lösung in solchen Szenarien positioniert der Spezialdistributor Memorysolutions seine Plattform »Mission Peak«, die gemeinsam mit AIC, E8 Storage, Mellanox und Samsung entwickelt wurde. Ihre Besonderheit: Sie setzt auf SSDs im NF1-Format, das in Anlehnung an das M.2-Format auch M.3 genannt wird, aber etwas breiter ist und mehr Speicherchips aufnehmen kann. Insgesamt 36 Drives passen in den neuen Speicherserver, der bis zu 550 TByte in einer Höheneinheit bietet. Die Anbindung der SSDs über NVMe-over-Fabric (NVMe-oF) soll zudem für hohe Leistung und geringe Latenz sorgen.

Basis des Mission Peak ist ein Dual-Sockel-System mit maßgeschneidertem Backplane und All-Flash-Array von AIC, welches mit 36 »PM983«-SSDs von Samsung bestückt ist. Dazu wurde ein Ethernet-Switch von Mellanox verbaut und die Storage-Software von E8 integriert, die auf NVMe-oF optimiert ist. Die Herstellerpartner versprechen hohe zweistellige Gbps-Durchsatzraten und über zehn Millionen IOPS. Durch den Einsatz von RDMA (Remote Direct Memory Access) soll die Leistung auch über Netzwerkverbindungen abgerufen werden können, sodass laut Memorysolutions »nahezu lokale Geschwindigkeiten« erreicht werden.

PoC bei E-Shelter

Innovation Lab von E-Shelter in Frankfurt, in dem ein PoC mit dem »Mission Peak«-Speicherserver aufgesetzt wurde
(Foto: E-Shelter Innovation Lab)

Memorysolutions wird die Plattform unter seiner Marke »Mustang Systems« vertreiben. Zur Demonstration des Systems wurde ein PoC beim Colocation-Spezialisten E-Shelter in Frankfurt eingerichtet, auf den remote zugegriffen werden kann. Partner können dieses »PoC-as-a-Service«-Angebot nutzen, um Tests und Benchmarks schneller und kostengünstiger als mit lokalen PoCs durchzuführen.

Laut den Herstellern ist das Referenzsystem nahezu schlüsselfertig und schnell einsatzbereit. Es soll beispielsweise in der Finanz- und Versicherungsbranche oder der Forschung zum Einsatz kommen und etwa große Cluster-Datenbanken beherbergen oder KI-Anwendungen mit Daten versorgen.