»Dafür, dass wir das erst seit drei Jahren machen, sind wir sehr weit«: Lenovo als Herausforderer im Storage-Markt

Technisch sieht sich Lenovo im Storage-Markt bereits auf Augenhöhe mit den Branchengrößen. Der Hersteller setzt gezielt auf Partnerschaften und Allianzen, um schnell auf neue Anforderungen und Trends reagieren zu können. Ganz ohne Risiko ist diese Strategie aber nicht.

Robert Bacci, Business Development Manager Storage, Central Region, bei Lenovo
(Foto: CRN)

Vor wenigen Tagen ging Lenovo eine strategische Partnerschaft mit NetApp ein. Die beiden Hersteller wollen gemeinsam Storage-Lösungen für hybride Umgebungen entwickeln, in denen lokale Ressourcen an der Edge und in Rechenzentren benötigt und um Cloud-Angebote ergänzt werden. Lenovo wird vor allem seine Hardware beisteuern, während NetApp das Datenmanagement liefert. Die Systeme sollen gut skalieren und unter dem »Lenovo«-Brand vertrieben werden. Darüber hinaus wird ein Joint-Venture gegründet, das NetApp den Zugang zum schnell wachsenden chinesischen Markt erleichtert.

Die Partnerschaft mit NetApp kann exemplarisch für das Vorgehen von Lenovo im Storage-Markt stehen. »Unsere Strategie ist es, Partnerschaften und Allianzen aufzubauen«, sagt Robert Bacci, Business Development Manager für das Storage-Business von Lenovo in der Central Region. So verkauft der Hersteller nicht nur seine eigenen Systeme, sondern auch einige von IBM – teils unter eigenem, teils unter IBM-Branding. Dazu wird die Lenovo-Hardware in vielen Fällen mit speziellen Software-Lösungen kombiniert, um Kunden den Aufbau virtualisierter und Software-definierter Speicherumgebungen zu erleichtern. Zu den Partnern zählen unter anderem Cloudian, Datacore, Nexenta und Nutanix, aber auch Microsoft und VMware.

In einigen Fällen werden Komplettlösungen aus Hardware und Software geliefert, in anderen stellt Lenovo nur Referenzarchitekturen bereit. So etwa im Software-defined-Bereich, wo die integrierten Lösungen den Kunden zu unflexibel waren und nun durch die Referenz-Hardware eine größere Auswahl an Systemen verfügbar sein soll.

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