CRN-Kopfnuss: Revolution für Smart Home und Familie

Der Erfolg von Spracherkennung im Smart Home ist so durchschlagend, dass sich Sprachassistenten flächendeckend etablieren dürften. Auch Mensch und Tier könnten schon bald mit Spracherkennung ausgestattet sein – und endlich einwandfrei funktionieren.

Sprachassistenten setzen neue Impulse im Smart Home
(Foto: jdjuanci/Fotolia)

Das Smart Home hat bekanntlich eine recht wechselvolle Geschichte hinter sich. Einst hoch gehypt, wurde es dann recht schnell wieder verdächtig still um jene intelligente Form des Wohnens, dir vor allem bei den Deutschen eher Unbehagen auslöste. So verlockend der Kühlschrank sein mochte, der selbständig das Bier nachbestellt. Wenn es um derart wichtige Fragen geht, wollten im Alltag dann doch die wenigsten der Technik vertrauen.

Erst in allerjüngster Zeit ist auf einmal wieder mehr aus dem Smart Home zu hören. Getrieben durch die zunehmende Verbreitung von Spracherkennung scheinen digitale Wohnkonzepte nun langsam in der Praxis anzukommen – zumindest in Form einzelner Anwendungen. Aber natürlich gibt sich die IT-Branche nicht damit zufrieden, dass Menschen ihre smarte Steckdose über einen Sprachbefehl einschalten oder dem intelligenten Heizkörperregler im Januar erzählen, er solle die Wohnung jetzt doch bitte auf Badesaison-Temperatur aufheizen.

Die IFA hat gerade erst wieder gezeigt, wie das vernetzte Leben dank Spracherkennung und künstlicher Intelligenz in Zukunft aussehen wird: Von der Kaffeemaschine über die digitalen Medien bis hin zum Energiemanagement – alles hört auf das gesprochene Wort. Auf der Messe geht man davon aus, dass sich Sprachassistenten bald in vielen weiteren Gerätearten etablieren. Das klingt logisch. Denn wer Fernseher, Waschmaschine und Haustüre mit einem simplen Sprachbefehl steuert, den die Geräte auch befolgen – und das ohne zu murren – der dürfte bald frustriert sein, wenn der Familienhund nicht auf »Sitz« hört. Und das Kleinkind weder auf »Nein!« noch auf »Schluss damit!«. Und vor allem der Ehemann nicht auf »Bring endlich den Müll raus!!«.

Der Kopfnuss ist nun zu Ohren gekommen, dass Amazon mit Hochdruck daran arbeitet, schon bald auch Familienmitglieder – von der Katze über den rebellischen Teenager bis zum Ehepartner – mit Sprachassistenten auszustatten. In manchen Familien dürften dann schon bald alle auf den Namen Alexa hören.