Speichermedien: SSD-Verkäufe legen zu, HDD-Verkäufe sinken leicht

Im ersten Quartal dieses Jahres legten die SSD-Verkäufe um sieben Prozent zu, während die Absätze von Festplatten um weitere zwei Prozent schrumpften.

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Der Markt für SSDs entwickelt sich weiter gut, wie aktuelle Zahlen von Trendfocus belegen. Demnach wurden im ersten Quartal dieses Jahres gut 45,5 Millionen SSDs ausgeliefert – ein Plus von sieben Prozent im Jahresvergleich. Der Löwenanteil von 24,5 Millionen Stück entfällt weiter auf Client-Module, die zudem mit fast zwölf Prozent auch überdurchschnittlich zulegen konnten. Die größten Zuwachsraten verzeichnen allerdings Enterprise-Laufwerke mit schneller PCIe-Schnittstelle. In diesem Segment stieg der Absatz um 25,8 Prozent auf 1,8 Millionen Drives.

Marktführer im SSD-Geschäft bleibt Samsung, das auf einen Marktanteil von 32,2 Prozent kommt. Es folgen Western Digital (15,4 Prozent), Micron (9,7 Prozent), Toshiba (9,4 Prozent), Intel (8,9 Prozent) und SK Hynix (8,1 Prozent).

Mehr als zwei Drittel des ausgelieferten Flash-Speichers ist mittlerweile 3D-NAND. Die Hersteller haben ihren Output in den vergangenen Monaten massiv erhöht. Die Produktionsumstellung war im letzten Jahr mit dafür verantwortlich, dass es zu Lieferengpässen kam und die Preise stark anzogen, doch in diesem Jahr hat sich die Situation entspannt.

Weniger entspannt sie die Situation auf dem Festplattenmarkt aus. Zwar gab es zuletzt keine größeren Einbrüche, doch die Absatzzahlen erodieren stetig. Im Jahresauftaktquartal wurden Trendfocus zufolge zwischen 94 und 96 Millionen HDDs ausgeliefert. Das ist ein leichter Rückgang von zwei Prozent, der vor allem Toshiba und Western Digital traf. Seagate konnte sogar ein wenig zulegen und liegt mit rund 37 Millionen Laufwerken fast gleichauf mit Western Digital. Toshiba folgt mit einigem Abstand (20 Millionen).

Der Absatz von Desktop-Festplatten im 3,5-Zoll-Format stagnierte bei etwa 30 Millionen Laufwerken. 2,5-Zoll-HDDs legten – bedingt durch die guten Spielkonsolenabsätze – leicht zu auf knapp 40 Millionen Stück. Im Datacenter-Bereich gab es kleine Zuwächse bei Nearline-Platten, während – wegen der wachsenden Konkurrenz durch Flash – Performance-Platten etwa fünf Prozent verloren.