Roboter oder Mitarbeiter 5.0: Das Rüstzeug für die perfekte Produktion

Mit der Digitalisierung wird die industrielle Produktion nicht nur intelligenter sondern auch kostengünstiger. Schade, dass die Mitarbeiter nicht so smart sind wie die Smart Factory, in der sie arbeiten. Höchste Zeit für den Mitarbeiter 5.0.

Erst der Mitarbeiter 5.0 macht die nächste industrielle Revolution perfekt
(Foto: sdecoret/Fotolia)

Mit der Digitalisierung verändert sich bekanntlich wieder einmal von Grund auf, wie in Deutschland produziert wird. Nach Dampfmaschine, Fließband und der Automatisierung durch Elektronik ist man in der vierten industriellen Revolution angekommen. In den Fabriken der Zukunft verschmelzen IT und Fertigungstechnik. Durch intelligente Wertschöpfungsketten wird eine größere Bandbreite an Modellen möglich, ja die digitalen Fabriken produzieren bei Bedarf sogar Einzelstücke nach individuellen Kundenwünschen. Und vielleicht das Beste daran: Selbstverständlich alles bei niedrigen Kosten.

Man könnte meinen, in der industriellen Produktion ist jetzt endlich alles perfekt. Oder zumindest fast. Gäbe es da nicht immer noch eine Schwachstelle. Nämlich den Mitarbeiter, der einfach nicht so smart ist wie die Smart Factory, in der er arbeitet. Er fordert ganz schamlos 35-Stunden-Wochen und regelmäßige Pausen, Elternzeiten, Mindestlohn und Feiertage. Als wäre das nicht schon genug, wird er dann am Ende auch noch krank – und versaut der Industrie all die schönen Visionen von intelligenten Produktionsprozessen und Just-in-time-Strategien. Und von den niedrigeren Kosten.

Für die Industrie wird es also höchste Zeit, an dieser letzten Stellschraube auf dem Weg zu den perfekten Produktionsbedingungen herumzuschrauben. Erst durch den Mitarbeiter 5.0 kann sich die vierte industrielle Revolution wirklich auszahlen. Dieser ist durch (privates) Smartphone und Tablet vollends vernetzt und weiß durch (künstliche) Intelligenz bereits im Vorfeld, welche Wünsche jeder potenzielle Kunde eigentlich hat. Im Falle von besonders hochtalentierten Mitarbeitern 5.0 sogar, bevor der Kunde selbst das weiß.

Durch seine perfekte Verzahnung mit der digitalen Fabrik kann er diese Wünsche in vollendete maßgeschneiderte Produkte umsetzen. Natürlich ohne in 8-Stunden-Schichten, Überstunden und Freizeitausgleich zu denken. Und – ganz wichtig – selbstverständlich viel kostengünstiger als sein Vorgänger. Der Kopfnuss ist nun zu Ohren gekommen, dass die neuen Mitarbeiter mancherorts auch Roboter genannt werden. Mitarbeiter 5.0 klingt aber einfach digitaler.