Geld alle, CEO weg, Mitarbeiter entlassen: Flash-Spezialist Tintri vor dem Aus

Die Krise bei Tintri hat sich in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Dem Hersteller von Flash-Arrays geht das Geld aus, der größte Teil der Mitarbeiter wurde entlassen. CEO Barton hat sich nach nur drei Monaten wieder verabschiedet.

Flash-Array von Tintri
(Foto: Tintri)

Bereits im vergangenen Sommer musste Tintri einen Teil seiner Belegschaft entlassen, weil es das Unternehmen nach seinem Börsengang nicht schaffte, aus der Verlustzone zu kommen. Seitdem hat sich die finanzielle Schieflage aber noch verschärft: Mitte Juni warnte der Hersteller, man habe nicht mehr genügen finanzielle Mittel, um den Geschäftsbetrieb über den 30. Juni hinaus aufrechtzuerhalten. CEO Tom Barton, der erst im März angetreten war, nahm seinen Hut, nachdem sich der Verwaltungsrat nicht mit seinen Plänen einverstanden erklärt hatte, das Unternehmen zu verkaufen.

Finanzchef Tom Cashman wurde dagegen gefeuert – und mit ihm 200 Mitarbeiter (PDF). Damit hat Tintri eigenen Angaben zufolge nur noch zwischen 40 und 50 Angestellte, doch ob der massive Personalabbau reicht, um die Liquiditätsprobleme zu lösen, darf bezweifelt werden.

Das fehlende Geld und der Personalabbau hatten in den vergangenen Monaten bereits zu deutlich sinkenden Umsätzen geführt. Im ersten Quartal des vorvergangenen Geschäftsjahres hatte Tintri noch mehr als 40 Millionen Dollar eingenommen. Schon im folgenden Quartal fiel der Umsatz auf 30 Millionen Dollar und stagnierte anschließend in diesem Bereich. Für den Zeitraum zwischen Februar und April dieses Jahres rechnet der Hersteller mit nur noch 22 Millionen Dollar – den fälligen Quartalsbericht blieb man bislang schuldig und wurde dafür bereits von der Börsenaufsicht SEC ermahnt.