Schnelles SAN für SMB und Enterprise: Qsan stellt erstes All-Flash-System vor

Qsan bringt sein auf der Computex vorgestelltes »XCubeFAS XF2026D« auf den deutschen Markt. Es handelt sich um das erste All-Flash-System des Herstellers, der für dieses eigens ein neues Betriebssystem entwickelt hat.

Bietet nicht nur schnellen Flash-Speicher, sondern auch praktische neue Managementfunktionen: das »XCubeFAS XF2026D« von Qsan
(Foto: Qsan)

Mit dem »XCubeFAS XF2026D« stellt Qsan seinen hybriden Arrays ein rein mit Flash bestücktes System zur Seite. Auch bei diesem setzt der Hersteller auf einen modularen Aufbau, sodass sich leicht Erweiterungen für zusätzliche Schnittstellen vornehmen lassen. »Unsere Systeme sind immer modular aufgebaut. Das unterscheidet uns von anderen Herstellern«, betont Natalie Kremer, Sales Director DACH beim taiwanischen Hersteller. So können die vier iSCSI-Ports mit 10 GbE etwa um weitere iSCSI-Anschlüsse oder Fibre-Channel mit 16 GBit/s ergänzt werden. Ebenso lassen sich Erweiterungseinheiten anschließen, um die Gesamtkapazität des Arrays auf 1,9 Petabyte nach oben zu schrauben.

Das zwei Höheneinheiten messende Gerät wird mit SAS-SSDs bestückt. Der Hersteller liefert es wie gewohnt leer aus. Die Reseller würden das sehr schätzen, erklärt Kremer, könnten sie doch so selbst die Laufwerke auswählen, was gerade bei den teilweise immer noch recht hohen Flash-Preisen wichtig sei.

XCubeFAS setzt auf einen Xeon-Prozessor mit vier Kernen sowie zwei Controller mit 32 GByte Speicher, die sich auf bis zu 128 GByte aufrüsten lassen. Als Betriebssystem kommt das brandneue »xevo« zum Einsatz, das Qsan speziell für sein erstes All-Flash-System entwickelt hat. Es ist für Flash optimiert und soll alle SSD-Aktivitäten überwachen, um Administratoren wertvolle Informationen zur Auslastung und Lebensdauer der Speichermedien zu liefern. Werden festgelegte Schwellenwerte überschritten, setzt das System eine Warnmeldung ab.

Darüber hinaus hat Qsan dem XCubeFAS spannende Software-Features spendiert. So können versehentlich gelöschte Snapshots aus einem »Snapshot Papierkorb« wiederhergestellt werden. »Das kann dem einen oder anderen Entwickler das Leben retten«, so Kremer. Über Gruppierungsfunktionen lassen sich zudem mehrere Volumes, Hosts oder Backup-Prozesse in einem Rutsch verwalten, sodass viele sich wiederholende Tätigkeiten für den Admin wegfallen.

Das XCubeFAS XF2026D ist ab sofort über Api, Cos, Macle und N-Tec zu haben und hat laut Hersteller einen UVP von 15.819 Euro. Es soll sowohl in SMB- als auch Enterprise-Umgebungen zum Einsatz kommen und sich für verschiedenste Workloads eignen, von virtualisierten Umgebungen mit vielen Test- und Entwicklungssystemen über Big-Data-Analysen bis zu unternehmenskritischen Applikationen, die nach hohen IOPS-Zahlen und geringer Latenz verlangen.