CRN-TV mit Carola Köhler von DataRecovery: Datensicherung in Zeiten der DSGVO

Warum die Datenschutzgrundverordnung eine Chance ist, Backup-Prozesse zu überdenken und zu verbessern, erklärt Carola Köhler von DataRecovery im Digital Expert Talk bei CRN-TV.

Carola Köhler, Datenschutzkoordinatorin bei DataRecovery aus Leipzig, bei CRN-TV
(Foto: CRN)

Die Datenschutzgrundverordnung berührt zahlreiche Bereiche in Unternehmen, darunter auch die Themen Datensicherung und Datenlöschung. So hinterfrage die DSGVO etwa ganz klar, wie regelmäßig Backups angelegt und wie diese dokumentiert werden, erklärt Carola Köhler, Datenschutzkoordinatorin beim Leipziger Datenrettungsspezialisten DataRecovery im Expert Talk bei CRN-TV. Damit sei sie für Unternehmen »eine einmalige Chance«, Prozesse zu überdenken und das Risiko von Datenverlusten zu verringern.

Wichtig, um den Vorgaben der DSGVO zu entsprechen, sind etwa räumlich getrennte Backups und dass die Sicherungen auf Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Letzteres sei gerade bei Firmen oft ein Problem, berichtet Köhler. Es würden zwar gute Sicherungen erstellt, aber dass der Datenträger beschädigt sei, falle erst im Ernstfall auf. Dann gelte es, »nicht vorschnell zu reagieren«. Denn: Wer selbst Hand anlegt, etwa mit kostenlosen Datenrettungstools aus dem Internet, läuft Gefahr den Schaden zu verschlimmern. »Für den Kunden ist oft nicht klar erkennbar, was für eine Beschädigung vorliegt«, erklärt die Expertin.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch die Beauftragung eines Datenretters eine Art der Auftragsdatenverarbeitung ist und, so personenbezogene Daten auf den Datenträgern liegen, das Einverständnis der Betroffenen benötigt wird.