Entwicklungsstandort in Karlsruhe eröffnet: Lancom legt kräftig zu

Lancom hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf knapp 60 Millionen Euro kräftig ausgebaut. Mit einem neuen Entwicklungsstandort in Karlsruhe möchte der Netzwerkspezialist das Geschäft mit WLAN, Cloud und Security stärken.

Lancom-Gründer und Geschäftsführer Ralf Koenzen
(Foto: Lancom Systems)

Die stetige Portfolioerweiterung und die Investition in Cloud-basierte Netzwerkmanagementlösungen zahlt sich für Lancom aus: Im vergangenen Jahr hat der Netzwerkhersteller seinen Umsatz um 17 Prozent auf 58,5 Millionen Euro gesteigert. Lancom ist dabei nicht nur in seinem traditionellen KMU-Geschäft deutlich gewachsen. Mit einem Plus von fast 40 Prozent hat der Infrastrukturhersteller vor allem im Enterprise- und Carrier-Geschäft rasant zugelegt. In dem Bereich baute Lancom seine Position vor allem im Bereich WAN, VPN-Standortvernetzung und Routing weiter aus.

Gefragt waren im Lancom-Portfolio Unternehmensangaben zufolge vor allem die VoIP-Router. Die Geräte werden in großem Umfang genutzt, um Geschäftskundenanschlüsse im Rahmen der Netzumstellung bei der Deutschen Telekom von ISDN- und analogen Leitungen auf IP-basierte Kommunikation (All-IP) zu migrieren.

Rund 13 Prozent seines Jahresumsatzes nutzte Lancom 2017 für Investitionen in Forschung und Entwicklung. Am Hauptsitz in Würselen investierte das Unternehmen nicht nur in den Personalaufbau und in neue Räumlichkeiten, sondern auch in die technische Ausstattung. Unter anderem ging eine EMV-Testkammer in Betrieb, mit deren Hilfe insbesondere die WLAN-Lösungen von Lancom schneller Marktreife erlangen sollen. Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete der Netzwerkspezialist zudem einen neuen Entwicklungsstandort in Karlsruhe, um die Bereiche WLAN, Cloud und Sicherheitslösungen zu stärken.

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