»Pure Accelerate«-Konferenz: Pure Storage vereint Produktfamilien und startet Storage-Abo

Auf seiner Technologiekonferenz »Pure Accelerate« hat Pure Storage seine neue »FlashArray//X«-Familie vorgestellt, die die bisherigen Serien M und X vereint. Zudem wurde das »Evergreen Storage«-Programm erweitert und bietet nun auch ein Pay-per-Use-Modell.

Pure Storages neues »FlashArray//X«
(Foto: Pure Storage)

Kurz nach Veröffentlichung seiner erneut guten Quartalszahlen hat der Flash-Spezialist Pure Storage die hauseigene Technologiekonferenz »Pure Accelerate« genutzt, um seinen Kunden und Partnern zu zeigen, wie es mit den Produkten weitergeht. Die wichtigsten Ankündigungen waren sicher die neue »FlashArray//X«-Familie und der »Evergreen Storage Service«, kurz ES2 genannt. Daneben wurde aber auch dem im März gemeinsam mit Nvidia vorgestellten »AIRI«-System eine kleinere Ausgabe namens »AIRI Mini« zur Seite gestellt. AIRI steht für »AI-ready Infrastructure« und soll Unternehmen mit einer Komplettlösung für KI-Anwendungen versorgen, die schnelle Flash-Blades von Pure Storage mit rechenstarken »DGX-1«-Servern von Nvidia kombiniert.

Die neue X-Familie ist die mittlerweile siebte Generation von Flash-Arrays aus dem Hause Pure Storage. Sie soll die bisher getrennten Reihen M und X ablösen und fünf Modelle umfassen, sodass sich zu jedem der bisher vier M-Arrays sowie dem Flaggschiff X ein Nachfolger ergibt. Die neuen Geräte setzen auf einen neuen Dual-Mode-Controller, der sich auf NVMe-over-PCIe und SCSI-over-SAS versteht, wodurch die Systeme sowohl mit den »NVMe Direct Flash«- als auch mit den klassischen SAS/SATA-Modulen des Herstellers bestückt werden können. Pure Storage verspricht ein massives Performance-Plus bis hin zur Verdopplung gegenüber den Vorgängermodellen sowie eine Latenz von 250 Mikrosekunden.

Die Arrays unterstützen 25GbE, lassen sich aber auch für 50GbE und Fibre Channel mit 16/32 GBit/s konfigurieren. In Zukunft soll es auch Konfigurationen mit 100GbE geben. Zudem sind die Geräte für künftige Flash-Medien sowie NVMe over Fabrics (NVMe-oF) vorbereitet, um eine schnellere Anbindung der Speicher an Server zu ermöglichen – und damit SAN (Storage Area Network) und DAS (Direct Attached Storage) zu vereinen.

Pure Storage positioniert die neuen Systeme als Alleskönner, die sowohl Datenbankanwendungen als auch Container-Umgebungen, aber auch Web-Anwendungen sowie Test- und Entwicklungsumgebungen beschleunigen. Die Einstiegssysteme X10 und X20 sollen etwa in Niederlassungen und Zweigstellen zum Einsatz kommen und sind standardmäßig mit SATA-Flash ausgerüstet. In allen anderen Systemen kommen NVMe-Module zum Einsatz. Das X90 als Spitzenmodell soll dank höherer Packungsdichte und verbesserter Datenreduktion im neuen Betriebssystem »Purity 5.1« eine effektive Speicherkapazität von drei Petabyte bei nur sechs Höheneinheiten bieten.

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