»Wir sind auch für Partner interessant, die niemals ein Storage-System verkaufen wollen«: NetApp bringt Partner für Innovationsprojekte zusammen

Statt um einfachen Hardware-Austausch geht es in vielen Storage-Projekten heute um den Aufbau moderner, zukunftsfähiger Speicherlandschaften. Ein gutes Geschäft für die NetApp-Partner, vorausgesetzt sie engagieren sich und sind zur Zusammenarbeit untereinander bereit. Auch neue Partner, die nicht aus dem Storage-Umfeld kommen, sind dem Hersteller dabei willkommen.

Andreas Limpak, Senior Manager Solutions Engineering, und Maik Höhne, Director Channel Sales Germany
(Foto: CRN)

Bereits auf seiner letztjährigen Partnerkonferenz hatte NetApp für sich und seine Partner das Bild einer von Software- und Cloud-Lösungen bestimmten Zukunft gezeichnet, in der es weniger um Speichersysteme denn um Datenmanagement geht. »Wir verstehen uns nicht mehr als Storage-Hersteller, sondern als Datenmanagementanbieter, und reden mit unseren Partnern und Kunden deshalb vor allem über Datenmanagementthemen und weniger über Storage«, so Maik Höhne, Director Channel Sales Germany bei NetApp, im Gespräch mit CRN. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Hersteller der Hardware abgeschworen hat – die verkaufte sich zuletzt sogar hervorragend, wie die Zahlen von Marktforschern belegen, die NetApp deutliche Zuwächse insbesondere im Flash-Business attestieren. Höhne erklärt das so: »Wir trennen zwar die Software zunehmend von der Hardware, aber man kann unsere Software nicht schöner verpacken als in unserer Hardware.«

Mit seiner Data Fabric hat NetApp in den vergangen Jahren ein umfassendes Portfolio an Lösungen aufgebaut, die unterschiedliche Bezugsmodelle unterstützen und eine effektive Verwaltung von Daten sicherstellen, aber auch deren reibungslose Migration zwischen Systemen vor Ort und Cloud-Diensten. Dadurch, dass man Kunden die Wahl lasse, ob sie ihre Daten on-premise oder in der Cloud lagern wollen, biete man eine Lösung, die zukunftsfähig ist, sagt Höhne. »Das hilft uns beim Hardware-Verkauf.«

Für die Vertriebspartner des Herstellers hat sich das Geschäft dadurch allerdings verändert. Ging es früher oft nur darum, ein altes Storage-Arrays durch ein aktuelles zu ersetzen, so stehen jetzt meist komplexere Projekte an. In denen geht es darum, die Infrastrukturen der Kunden für künftige Anforderungen fitzumachen und individuelle Lösungen zu entwickeln. Wenn ein Kunde über Performance-Probleme klagt, reicht es eben nicht, ihm ein größeres Flash-Array hinzustellen, sondern es braucht Einblick in die laufenden Workloads. »Das Verstehen des Use Cases ist der wichtigste Schritt«, betont Andreas Limpak, Senior Manager Solutions Engineering bei NetApp. »Es gibt oft einfache Lösungen – aber das sind nicht immer die, die langfristig zum Erfolg führen.«

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