Marken bleiben erhalten: Unitrends und Kaseya fusionieren

Der IT-Management-Spezialist Kaseya und der Backup-Anbieter Unitrends werden zusammengelegt. Beide gehören dem US-Investor Insight Venture Partners.

(Foto: leowolfert - Fotolia)

Was Autotask und Datto im vergangenen Jahr vormachten, wiederholt sich nun mit Kaseya und Unitrends. Die beiden Unternehmen, die demselben Investor gehören, werden verschmolzen, sollen aber weiter unter ihren jeweiligen Marken auftreten. Damit entsteht ein neues Unternehmen, das nicht nur umfangreiche Lösungen für die Verwaltung von IT-Infrastrukturen bietet, sondern auch Backup-Lösungen sowie die für Datensicherungsdienste benötigte Cloud-Infrastruktur. Davon dürften insbesondere auch Managed Service Provider profitieren, die künftig Tools für Remote Monitoring und Management (RMM), Endpoint Security, Netzwerk Monitoring und Management (NMM), Professional Services Automation (PSA), IT Service Desk sowie Backup und Disaster Recovery aus einer Hand erhalten.

Die Entscheidung zur Fusion mit Unitrends sei leicht gefallen, betont Kaseya-CEO Fred Voccola. Man habe vor einem Jahr begonnen, den eigenen Kunden eine Lösung für Business Continuity und Disaster Recovery bereitzustellen und dafür bereits eng mit Unitrends zusammengearbeitet. »Als dann unsere Kundenbasis äußerst positiv auf die Unitrends-Produkte reagierte, war für uns der nächste Schritt gekommen: Wir entschieden uns, die Beziehung auszubauen und die beiden Unternehmen noch näher zusammenzubringen.«

Unitrends, das bereits in den vergangenen Jahren sein Angebot für MSPs deutlich ausgebaut hatte, bekommt mit Kaseya noch mal einen deutlichen Schub im Bereich Managed Services. Kaseya wiederum kann noch stärker in den Enterprise-Markt vorstoßen, in dem Unitrends bereits gut etabliert ist.

Auch wenn das neue Unternehmen seinen Sitz bei Kaseya in New York haben wird, soll Unitrends weiter von Burlington, Massachusetts aus geleitet werden. Es gebe bereits Pläne für Investitionen und einen Ausbau der Belegschaft, heißt es bei Kaseya, wo man wohl Bedenken, der Zusammenschluss sei der Einstieg in eine große Einsparrunde, zerstreuen will.