Produktneuheiten von der Dell Technologies World: »KI läuft nicht auf Software. Software läuft nicht auf Software. Sie laufen auf Hardware.«

Auch auf der Dell-Hausmesse in Las Vegas standen Trendthemen wie KI und softwaredefinierte Rechenzentren im Vordergrund. Doch die Basis für solche IT-Umgebungen sei weiterhin die Hardware, stellte Unternehmensgründer Michael Dell klar. Was folgte, waren zahlreiche Produktneuheiten und der Ausblick auf »Kinetic«, eine Art modulare IT-Infrastruktur.

Dell-Gründer Michael Dell bei der Eröffnung der diesjährigen Dell Technology World in Las Vegas
(Foto: Dell)

Mehr als 14.000 Kunden und Partner kamen in der vergangenen Woche in Las Vegas zusammen, um zu erfahren, was der aus Dell und EMC geformte IT-Riese Dell Technologies im Infrastrukturbereich vorhat. Gründer Michael Dell malte ein optimistisches Bild von einer IT-geprägten Zukunft, in der Roboter und künstliche Intelligenzen den Menschen helfen und deren Leben verbessern – eine »Robopocalypse« werde es nicht geben, sagte er. All die neuen Technologien würden den weltweiten IT-Markt kräftig wachsen lassen und mit ihm auch Dell, das mit Töchtern wie Pivotal und VMware in zahlreichen wachstumsstarken Segmenten mitspielt. Doch bei aller Euphorie um eine softwaredefinierte Zukunft, war es Michael Dell wichtig klarzustellen: »KI läuft nicht auf Software. Software läuft nicht auf Software. Sie laufen auf Hardware.«

Dells Infrastruktursparte Dell EMC soll Unternehmen diese Hardware liefern – und zwar aus einer Hand. Schließlich würden die meisten Firmen sich nicht mit 25 kleinen Herstellern herumschlagen wollen, sondern lieber eine starke Beziehung zu Dell Technologies eingehen, so Michael Dell.

Auf der Hausmesse des Herstellers wurden anschließend unzählige neue Produkte vorgestellt, darunter mit »PowerMax« auch der Nachfolger des Highend-Arrays »Vmax«. Dieser soll mit bis zu zehn Millionen IOPS das schnellste Speichersystem der Welt sein. Möglich macht das die Anbindung der SSDs über »dual ported NVMe« – es ist aber auch die maximale Ausbaustufe des Systems notwendig. Doch auch in kleineren Ausführungen soll PowerMax noch beeindruckende Zugriffsraten und Antwortzeiten bieten. Und fit sein für künftige Technologien wie NVMe-over-Fabric und Storage Class Memory, der eine fast so geringe Latenz wie Arbeitsspeicher bietet.

Powermax soll mithilfe von Machine Learning die Daten weitgehend autonom verwalten und für eine optimale Performance sorgen. Darüber hinaus sorgen Inline-Deduplizierung und eine verbesserte Komprimierung für eine möglichst gute Ausnutzung des Speicherplatzes. Der Hersteller verspricht eine Datenreduktionsrate von fünf zu eins.

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