Investition in Consumer- und Smart-Home-Geschäft: Foxconn kauft Belkin und Linksys

Mit der Übernahme des Zubehöranbieters Belkin, zu dem auch die Marken Linksys und Wemo gehören, setzt der taiwanesische Konzern Foxconn seinen Wandel vom reinen Auftragsfertiger zum Hersteller fort.

(Foto: Belkin)

Schon seit einiger Zeit ist der bekannte Auftragsfertiger Foxconn dabei, sich durch Zukäufe bekannter Marken wie etwa Sharp ein zweites Standbein als Hersteller aufzubauen und so unabhängiger von Aufträgen der Großkunden wie Apple zu werden. Neuester Coup ist jetzt die geplante Übernahme des amerikanischen Herstellers Belkin, der vor allem für sein hochpreisiges Zubehör für Apple-Geräte wie iPhones und iPads bekannt ist. Wie Belkin offiziell bestätigt, hat man sich mit dem taiwanesischen Konzern bereits auf einen Kaufpreis von 866 Millionen US-Dollar geeinigt. Als offizieller Käufer tritt dabei die börsennotierte Tochter Foxconn Interconnect Technology Limited (FIT) auf, die damit einhergehend auch die Belkin-Tochtermarken Linksys, Wemo und Phyn übernimmt. Einzig die Regierung von Donald Trump könnte den Kauf über den Ausschuss für die Kontrolle von Auslandsinvestitionen, der auch bereits die Übernahme Qualcomm durch Broadcom verhindert hat, jetzt noch stoppen.

Laut dem neuen Eigentümer soll Belkin International auch unter dem neuen Dach der FIT weiter als eigenständige Marke operieren. Damit einhergehend soll auch Belkin-Gründer Chet Pipkin CEO bleiben und zudem ins Management-Team von FIT aufrücken. »Wir sehen erhebliche Synergien mit FIT, einschließlich der Nutzung seiner erstklassigen Fertigungskapazitäten, um Belkins operative Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern«, beschreibt Pipkin die durch die Übernahme erwarteten Vorteile für sein Unternehmen. Foxconn seinerseits führt neben dem Ausbau seines Portfolios an Marken und Produkten für Consumer und dem Brückenkopf auf den amerikanischen Markt auch eine Stärkung im wichtigen Zukunftsmarkt Smart Home durch die zugekaufte Kompetenz an.