NAS-Hersteller auf Wachstumskurs: Synology plant Gütesiegel für Partner

Weil die Partnerbasis mittlerweile ziemlich groß ist, soll bei Synology in den nächsten Monaten eine Art Gütesiegel für besonders fähige Partner etabliert werden. Darüber hinaus sollen neue Produkte wie ein Mesh-Router und eine Backup-Software das Portfolio erweitern und den Resellern neue Geschäftschancen eröffnen.

Dennis Schellhase, Head of DACH Market bei Synology
(Foto: CRN)

Die Nachfrage nach NAS-Systemen wächst ungebrochen, auch weil die Hersteller die Geräte zu Komplettlösungen ausgebaut haben, die eine komplexe IT-Infrastruktur aus mehreren Einzelgeräten und unzähligen Anwendungen ersetzen können. Davon profitiert auch Synology, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und mittlerweile auf eine Partnerbasis von mehr als 1.900 Fachhändlern und Systemhäusern blicken kann. Da der NAS-Spezialist darauf setzt, seine Partner vollständig selbst zu betreuen, und die Distribution nur für das Fulfillment nutzt, eine durchaus herausfordernde Entwicklung. Zumal im vergangenen Jahr die werktäglichen Supportzeiten sogar noch verlängert wurden und ein Samstagssupport eingeführt wurde.

Dass nun beispielsweise kleine Partner nicht mehr so intensiv betreut oder der Distribution übergeben werden, steht dennoch nicht zu befürchten. Der Hersteller baut sein Team kontinuierlich aus und dürfte wohl bald die Marke von 50 Mitarbeitern in der Region knacken. Auch die kleinen Partner seien für Synology wichtig, weil sie durch ihre große Anzahl einen entscheidenden Beitrag zum Geschäft liefern, betont DACH-Chef Dennis Schellhase im Gespräch mit CRN. »Die Wichtigkeit eines Partners bemisst sich für uns nicht am Umsatz, sondern am Mehrwert, den er liefert.«

Partner, die über den Geräteverkauf hinaus umfangreiche Integrationsdienste und andere Services erbringen, will der Hersteller daher künftig belohnen. Geplant ist eine Art Gütesiegel, das eine hohe Qualität verbrieft und mit dem sie werben können. »Wir werden die Kriterien da relativ hoch ansetzen«, sagt Schellhase und führt aus, dass die daran interessierten Partner sowohl Wissen als auch zufriedene Kunden nachweisen müssten. Das Knowhow soll über die Teilnahme an Schulungen und Workshops sichergestellt werden, die Kundenzufriedenheit etwa über Referenzkunden und gemeinsame Case Studies. Langfristig ist auch die Einführung technischer Zertifizierungen möglich, doch aktuell hält Schellhase das für zu aufwändig.

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