Qumulo baut Vertrieb in Deutschland auf: Skalierbarer File-Storage für große Datenmengen

Mit einem hochskalierbaren Dateisystem will Qumulo die Verwaltung großer dateibasierter Datenmengen verbessern. Für den Aufbau des Europa-Geschäfts hat man sich mit Thore Rabe einen langjährigen EMC-Manager geholt, der sich als Channel-Fan bezeichnet und voll auf den Vertrieb über Partner setzt.

(Foto: vege - Fotolia)

Viele Unternehmen haben mit großen Datenmengen zu kämpfen, die nicht in Datenbanken gespeichert sind, sondern in Form von Millionen kleinen und großen Dateien über unzählige Speichersysteme verteilt sind. Deren Verwaltung will das 2012 gegründete Storage-Startup Qumulo vereinfachen. Sein »Qumulo File Fabric« (QF2) genanntes Dateisystem läuft auf Standard-Hardware und skaliert reibungslos bis in die Cloud. Entwickelt wurde es von früheren Isilon-Mitarbeitern, die ihre Erfahrungen beim 2010 von EMC übernommenen Scale-out-NAS-Spezialisten in das neue Projekt einbrachten. Heute gebe es viel mehr kleine Files als früher, was bei vielen Speichersystemen auf die Performance drücke, erklärt Thore Rabe, der seit Jahresanfang als Vice President und General Manager das Geschäft in Europa aufbaut und dabei einen besonderen Fokus auf UK und Deutschland legt. Auch er ist ein Mann mit Isilon-Vergangenheit und war während seiner mehr als zehn Jahre bei EMC lange für die europäische Isilon Division verantwortlich.

Gerade bei kleinen Files zeichnet sich das Qumulo-Dateisystem laut Rabe durch eine hohe Performance aus. Darüber hinaus will das Startup mit einer besseren Speicherauslastung, einem einfachen Management und hoher Skalierbarkeit punkten. Die Software läuft auf den eigenen Appliances, aber auch auf Standard-Servern und in der Cloud. Derzeit unterstützt man AWS, für die man OEM ist, ein weiterer Cloud-Anbieter soll jedoch in Kürze dazukommen. Welcher das ist, will Rabe noch nicht verraten – Microsoft dürfte es wohl nicht sein, nachdem der US-Konzern mit Avere Systems gerade einen anderen File-Storage-Spezialisten übernommen hat. Überdies pflegt Qumulo eine enge Partnerschaft mit HPE, dessen »Apollo«-Server für QF2 zertifiziert sind und das die Storage-Software auch über seinen Channel vertreibt. »Wir sprechen aber auch mit anderen Herstellern und werden in diesem Jahr sicher noch ein, zwei dazubekommen«, sagt Rabe.

Übersicht