Fujitsu Storage Days: »Kaufen Sie keine 15k-Platten mehr«

Im Rahmen seiner Storage Days brachte Fujitsu seinen Kunden und Partnern nicht nur die eigenen Storage-Systeme näher, sondern gab auch einen Ausblick darauf, wie sich die Anforderungen an Speicherinfrastrukturen ändern und welche neuen Technologien dabei helfen, diese zu meistern.

RIP Festplatte: Michael Marticke argumentierte auf den Fujitsu Storage Days vehement für den Einsatz von Flash
(Foto: Fujitsu)

Wenn es einen Satz gab, der hängen blieb, nach den diesjährigen Fujitsu Storage Days, dann war es wohl dieser: »Kaufen Sie keine 15k-Platten mehr, denn Sie schmeißen Ihr Geld zum Fenster raus.« Mit diesen deutlichen Worten versuchte Michael Marticke, Evangelist Datacenter und Fujitsu Distinguished Engineer, die anwesenden Kunden und Partner zu einer Abkehr von schnell drehenden Festplatten zu bewegen. Die werden oft noch dort eingesetzt, wo Speichersysteme mit vielen Zugriffen konfrontiert werden, doch Flash ist längst die bessere Wahl. Lediglich bei den reinen Anschaffungskosten der Speichermedien seien 15k-Festplatten noch leicht im Vorteil, erklärte Marticke, daher könne man nur noch mit viel Wohlwollen für die Laufwerke argumentieren. Seine beispielhafte Rechnung: 24 hochkapazitive SSDs mit 15,36 TByte stellen denselben Speicherplatz wie 400 15k-SAS-Platten à 900 GByte bereit, belegen aber nur einen Bruchteil des Platzes, benötigen weniger Strom und müssen nicht so aufwendig gekühlt werden. Zudem liefern sie deutlich mehr IOPS und haben eine geringere Latenz.

Auch Fujitsu verkauft noch viele 15K-Festplatten, doch die Zukunft gehört eindeutig Flash. Lediglich dort, wo es um hohe Speicherkapazitäten und nicht Performance gehe, hätten Festplatten im Datacenter noch eine Daseinsberechtigung, so Marticke – dann allerdings solche mit 10.000 und nicht mit 15.000 Umdrehungen. Auch das oft gegen Flash vorgebrachte Argument, die Medien würden durch häufiges Beschreiben verschleißen, lässt er nicht gelten. Klar werde Flash durch die Nutzung beansprucht, doch die Zuverlässigkeit sei längst höher als bei Festplatten. Aktuelle Drives seien in der Regel für einen Drive Write Per Day (DWPD) ausgelegt, könnten also im Falle einer 8-TByte-SSD über den Garantiezeitraum von fünf Jahren täglich mit ihrer eigenen Kapazität beschrieben werden, also 8 TByte. Kaum jemand schreibe so viele Daten, so der Manager, und wo das doch der Fall sei, könne man zu SSDs mit 3 DWPD oder mehr greifen.

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